Posts Tagged ‘Schriftsteller’

Carlos Fuentes: Der große mexikanische Schriftsteller ist tot!

Posted on 2012 05, 16 by Nina
Quelle: wikimedia

Quelle: wikimedia

Am gestrigen 15. Mai 2012 ist eine der Größen der spanischsprachigen Literatur gestorben. Carlos Fuentes erlangte durch seine Romane, Erzählungen und Essays Weltruhm und zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern in spanischer Sprache. Nun ist er im Alter von 83 Jahren in Mexiko City gestorben.

Carlos Fuentes war ein genauer Beobachter, der sich vor allem mit der Geschichte und den gesellschaftlichen Problemen seiner Heimat Mexiko auseinandersetzte. Er sezierte dabei nicht nur förmlich die Gesellschaft und die Geschichte, sondern auch die Politik. Er galt als eine der wichtigsten kritischen Stimmen des Landes.

Mehrfach wurde er für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen, bekam ihn jedoch leider nie. Dafür wurde er mit den wichtigsten Preisen der spanischsprachigen Literatur wie dem Cervantes-Preis geehrt. Seine bekanntesten Werke sind „Alle Katzen sind grau“, „Alle glücklichen Familien“ und „Nichts als das Leben“.

Lebenslange Arbeitsverweigerung oder: Die berufliche Identität

Posted on 2010 03, 29 by Lilly

Ich sitze beim Zahnarzt, habe gerade unzählige Spritzen in den Mund gerammt bekommen und warte mit klopfenden Herzen auf das drohende Unheil. Die Ärztin, sie kann höchstens 26 Jahre alt sein und keinen Tag älter, fragt mich beschwingt, so als würde das hier keine Tortur für uns beide werden, ob ich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bräuchte.
“Ääähm, nein”, würge ich heraus. “Ich bin Studentin”, füge ich schnell hinzu. Arbeitslos zu sein wäre sicher keine Schande, aber aus irgendeinem Grund würde es mich stören, von anderen als Hartz IV-Empfänger betrachtet zu werden.
“Soso, was studieren Sie denn?”, pfeift sie weiter vor sich hin.
Was wahrscheinlich ein nettes Smalltalk-Geplänkel werden soll, bringt mich nur noch weiter ins Schwitzen. “Eigentlich … ich bin eher freiberuflich, aber sonst … äh … Soziologie”, antworte ich und stelle beschämt fest, dass die Wirkung der Leitungsanästhesie immer stärker wird und ich zu sabbern beginne. “In Rostock?”, will sie wissen. Ich nicke etwas zu schnell und etwas zu heftig. Und lüge.