Posts Tagged ‘NaNoWriMo’

Update NaNoWriMo: Abbruch

Posted on 2008 11, 21 by Lilly

Vielleicht ist Euch schon die kleine Wortzählleiste an der Seite aufgefallen- mein Duell gegen Klaudia habe ich kläglich verloren.
Denn der NaNoWriMo ist bei mir zu einem Unterfangen geworden, an dem ich gescheitert bin.
Die Gründe? Ein paar Tage Krankheit haben mich weit zurückgeschlagen und die Motivation die fehlenden Wörter aufzuholen fehlte. Vielleicht weil die Geschichte kein wirkliches Potential hatte, vielleicht weil es nichts für mich ist blind ins Leere zu schreiben oder auch einfach, weil ich ein Loser bin.

Ich wollte ein Märchen schreiben, eines in dem weder Ort noch Zeit genannt wird, eine Welt, die überirdische Wesen zulässt und eine kleine Moral enthält.
Ich habe aber leider keine Ahnung von Märchen, mir auch kaum Wissen angeeignet und schon gar keinen Plot entworfen.

So ist es also bei 12.797 Wörtern geblieben, die einen Ehrenplatz in meiner Schublade erhalten werden.
Daran weiter arbeiten kann ich momentan nicht.
Gut für meine anderen Projekte. 2009 wird auf jeden Fall mein erster Roman erscheinen, zur Not im Eigenverlag.

 

Foto: http://happybunny.orbitearthstores.com

Fazit erste Woche NaNoWriMo

Posted on 2008 11, 09 by Lilly

Oh nein, oh nein, oh nein. Da hatte ich mich doch noch nachträglich entschieden bei Jackys Gewinnspiel mitzumachen, in welchem es darum geht die Erfahrungen mit ihr zu teilen und an jedem Samstag Vormittag einzusenden, und habe es mal wieder nicht pünktlich geschafft. Ich hoffe es sei mir verziehen und dieser Bericht wird noch mitgelten.

Zu den Fragen:

Was hast du bisher schon geschafft?

Zu diesem Zeitpunkt, der heutige Sonntag gegen Mittag, sind es 12797 Wörter. Bedeutet im Klartext: Ich hänge ein wenig hinterher, da ich an einem Tag zu wenig geschrieben habe und den gestrigen Tag ganz ausfallen lassen hab.
In der ersten Woche habe ich chronologisch eine Geschichte entwickelt, acht Personen eingeführt, von denen aber nur fünf eine wirkliche Rolle spielen sollen.
Rein gefühlsmäßig bin ich schon bei der Hälfte der Story angekommen. Mir gehen wirklich die Ideen aus und ich kriege Schweißausbrüche, wenn ich daran denke, dass ich in diesem Geschegen 50.000 Wörter unterbringen muss.

Was hast du für die nächste Woche vor?

Einfach weiterschreiben – Tag für Tag mein Soll erfüllen und auf blähende Szenen hoffen, die viele Wörter bringen.

Wie läuft es so, macht es dir noch Spaß?

Es läuft nicht gut und auch nicht schlecht. Spaß macht es momentan eher weniger. Ich bin die Woche eine Achterbahnfahrt gefahren. Erst fand ich die Geschichte grottenschlecht und habe mich durch das Schreiben gequält. Dann fing sie an mir ganz gut zu gefallen und ich konnte die Wörter fix runtertippen.
Mittlerweile hinke ich, wie erwähnt, etwas hinterher und ich weiß nicht, wie ich noch weiter Spannung aufbauen könnte. Alles schreit bereits nach der Auflösung.

Welche Tipps hast du für andere Teilnehmer?

Kommt bloß nicht in Rückstand und traut Euren Zweifeln nicht. Was heute scheiße ist, könnt ihr morgen schon als brillant empfinden.

Was wirst du nächstes Jahr besser machen?

Ich werde gründlicher über die Geschichte nachdenken. Dieses Jahr hatte ich nur: “Eine nackte Fee führt einen antriebslosen Junggesellen zurück ins Leben.”
Toll. Dass das allein kein wirklich spannender Handlungsstrang ist, hätte ich vorher wissen müssen.

Und heute lief es ganz gut – NaNoWriMo Tag 4

Posted on 2008 11, 04 by Lilly


Ich bin jetzt insgesamt bei 6.807 Wörtern, was eigentlich ganz okay ist. Ich habe jeden Tag meinen Soll erfüllt.
Allerdings täuscht dies über die Leiden hinweg. Zugegeben, ich sitze nicht allzu lange an dieser Schreibarbeit, etwa ein bis zwei Stunden, und nebenbei mache ich auch spaßige Dinge: checke Emails, höre Musik, hole einen neuen Kaffee usw.
Aber es nervt mich. Ich bin von meiner eigenen Geschichte nicht richtig überzeugt und es ist mehr eine Qual, als Spaß weiter zu schreiben.
Nur heute lief es ausnahmsweise mal recht flüssig und gut. Das mag daran liegen, dass ich die Geschichte ein wenig weiter gedacht habe und nicht mehr das Gefühl habe ein und dieselbe Sache die nächsten 26 Tage breit zu treten. Vielleicht aber auch, weil diesmal der Fernseher ausgeschaltet blieb und ich mich wirklich konzentriert habe. Oder fange ich jetzt erst an einen Zugang zu meiner Geschichte zu finden? Keine Ahnung.
Auf jeden Fall glaube ich, dass ich die nächsten Tage noch einen schweren Kampf kämpfen muss.


Eigentlich ist das ungewöhnlich für einen Schriftsteller, oder? Und als Schriftsteller möchte ich mich bezeichnen, auch wenn ich noch keinen Roman veröffentlicht habe. Denn schließlich benutze ich Schrift, um Texte zu erstellen … und das jeden Tag, egal ob Lyrik, etwas Prosa, Artikel oder Tagebucheinträge. Oder ich schreibe und stelle meine Ergüsse dann zur Verfügung. Ja, ich bin ein Schriftsteller.
Ich habe auch vorher schon intensiv an zwei Romanprojekten gearbeitet, die ich nach dem NaNoWriMo auf jeden Fall weiterführen werde. Aber es ist ein Unterschied einige Sätze zu schreiben, zu recherchieren und mal eine Nacht zu verbringen, in welcher man von der Muse geküsst worden ist, als sich jeden Tag konsequent um die gleiche Uhrzeit an ein Projekt zu setzen, und sich zu quälen eine Vorgabe zu erreichen.
Es tut einer Schriftstellerseele weh, dass man mehr Handwerk, als Kunst betreibt, dass man sich nicht treiben lassen kann, sondern konsequent arbeiten muss.
Aber egal, was für ein Mist am Ende dabei herauskommt, ich denke das regelmäßige Arbeiten werde ich dann gelernt haben. Alice und ich lassen uns dabei gern von Steve Pavlina, einem amerikanischen Blogger und Autor inspirieren, der der Meinung ist, wenn wir eine neue Gewohnheit 30 Tage durchstehen, dann ist sie fest in unserem Unterbewusstsein verankert und wird uns zukünftig so einfach von der Hand gehen, wie das Zähneputzen.
Da ist der NaNo mit genau 30 Tagen natürlich perfekt.

Und hier ein paar meiner weiteren Ergüsse, querbeet herauskopiert:


„Sie gefällt dir, oder?“, fragte Maria.
„Eifersüchtig?“, erwiderte Ewan trocken.
„Für wen hältst du mich? Tinkerbell? Bei uns gibt es keine Eifersucht.“
„Jaja. Gibt es bei euch auch nichts zu essen?“
„Doch klar. Obst, wie bei euch. Nur kleiner.“
Ewan pulte ihr ein Stück von einem herumliegenden Apfel ab und reichte es ihr. Ihre Augen leuchteten. „Danke“, sagte sie und biss herzhaft hinein.

Sogar seine Schwester schoss giftige Pfeile auf ihn an. Sie konnte es nicht ertragen, dass jemand mit Richardsons Möglichkeiten sich für das entschied, was weniger gut meinende Stimmen mit geplanter Armut bezeichnen würden.
Sie alle irrten sich, waren blind, das wusste Howard. Und auch Liv wusste es, hatte sie doch keinen Moment daran gezögert mit ihm zu gehen.

Maria hatte es geschafft einen großen Friedrich Nietzsche Band aus dem Blumenregal herauszureißen. Sie wischte sich den Schweiß von der Stirn, packte mit beiden Händen den Umschlagdeckel und flatterte mit aller Kraft nach hinten.
Es ist wirklich nicht leicht für so ein kleines, zerbrechliches Wesen ein Buch aus Menschenhand zu öffnen.
[...]
Nietzsche war gegen Moral, Mitleid und Nächstenliebe. Seiner Meinung nach würde diese alle Menschen die Individualität rauben. Er spricht ihnen also von jeher moralische Grundzüge, die in der menschlichen Natur verankert sind ab.
Maria schüttelte den Kopf.
Auf einer anderen Seite las sie, wie er die Frauen als minderwertige Lebenswesen herabsetzte.
Als sie dann auch noch las, dass er alles Überirdische belächelte und dessen Existenz verneint, wurde sie wütend und klappte mit einem Kraftaufwand, der ihr diesmal nicht besonders schwer fiel, dieses Buch zu.
„Von wegen intellektuell“, sagte sie laut zu sich selbst. „Ein kranker Angeber war er, ein kranker herzloser Angeber, nichts weiter.“

1.Tag NaNoWriMo – 1671 Wörter

Posted on 2008 11, 01 by Lilly

Der erste Tag ist fast geschafft. Wie viele andere setzte ich mich gestern Abend kurz nach Mitternacht auf meinen Hosenboden und begann mein Werk. Der Fernseher lief nebenbei, ich führte MSN-Unterhaltungen und trank Wein. Alles Dinge, die nicht sonderlich dazu beitragen, dass es auch qualitativ gut werden würde. Aber das ist ja auch nicht unser Anspruch.
Ich schätze ich brauchte knapp 1 1/2 Stunden für 3 1/2 Seiten mit vielen Absätzen. Ständig überprüfte ich die Wörterzahl, denn 1667 mussten es werden, das wusste ich. Denn dann hätte ich am Ende meine 50.000 Wörter zusammen.
Das witzige: Als ich aufhörte zu schreiben, waren es auch punktgenau diese Anzahl der Wörter. Erst heute beim nochmaligen Durchlesen habe ich kleine Änderungen vorgenommen, die die Wörterzahl verschoben haben.

Was soll ich sagen? Meine Geschichte ist furchtbar. Haha. Ich habe mich gequält auf ein paar Seiten zu kommen und mehr erzählt, als die Figuren handeln zu lassen. Da es ein modernes Märchen werden soll, ist das vielleicht nicht ganz so schlimm, aber ich fürchte es wirkt langweilig.
Und das schlimmste: Ich weiß nicht wie es weitergehen soll. Ich habe keine weitere Ideen für die Handlung und kein Konfliktpotential. Oh je, oh je.

Mal ein paar Ausschnitte, vielleicht zur allgemeinen Belustigung (obwohl es eine ernste, verzauberte Geschichte werden sollte):

“Eine Welt, die Menschen sich nicht vorstellen können. Sie reden von Außerirdischen und Parallelwelten, von Geistern, Vampiren oder von Toten auferstandenen. Nein, von so was sprechen wir hier nicht.
Es ist eine kleine Welt, die sich zwischen Sonnenlichtern, die von Wasserpfützen reflektiert werden, versteckt. Sie ist nicht lokalisierbar, der Mensch kann sie sich im Allgemeinen nicht vorstellen und nur kleine Feen haben die Möglichkeit ein- und auszutreten.
[...]

Ein Geräusch wie ein lautes Insektensurren ertönte und der helle Strahl zischte so schnell an ihm vorbei, dass er nicht reagieren konnte.
Ein Glühwürmchen?, dachte er, in Schottland? Um diese Jahreszeit? Und so groß? Unmöglich.
Ein heftiges Niesen erfüllte den Raum, ein lautes Niesen, wenngleich es auch mit der Tonlage eines Babys oder vergleichsweise eines Schlumpfs ertönte.
[...]

Die Röte durchfuhr ihn wieder, als ihm bewusst wurde, was für einen wunderschönen Körper dieses Wesen hatte. Er war kein Kind von Traurigkeit: Für einen Mann, der keine Frauen kennen lernt, gehören Pornos einfach dazu. Unrealistische Pornos mit zu schönen Frauen; Frauen denen das Mädchen von nebenan nicht das Wasser reichen konnte. Aber Maria bezauberte ihn vom ersten Augenblick und war sich sicher, dass er in seinem Leben noch nie so etwas Schönes gesehen hatte.”

Ich weiß, ich weiß. Sagt nichts. Es ist platt, wirkt gezwungen und vielleicht auch unfreiwillig komisch. Aber was soll’s. “Dabei ist alles!”, sagte schon eine sehr intelligente Persönlichkeit in einer berühmten Show eines berühmten Fernsehsenders.
Ich werde weiter berichten. Nicht unbedingt jeden Tag, aber doch regelmäßig.

NaNoWriMo: Es geht los!

Posted on 2008 10, 31 by Lilly

Noch knapp 2 1/2 Stunden und dann können wir in die Tasten hauen.
Hier auf der rechten Seite findet ihr noch einen Link mit fünf Tipps zum Schreiben. Hab’s irgendwo auf der offiellen Jugendseite gefunden. Vielleicht findet es der ein oder andere ja hilfreich.

Falls mich jemand bei msn aufnehmen möchte, um sich auszutauschen (besonders während der Nachtstunden bin ich sehr aktiv), dann schreibt mir eine Mail an info[at]lillyberry[dot]com.
Mein offizielles Nano-Profil findet ihr hier.
Wenn ich euch als Buddies aufnehmen soll, einfach irgendwie bemerkbar machen. Ich habe bisher Ken, Klaudia und Frau Melle mit auf meine Liste gepackt.

Vielleicht hat auch jemand Lust auf einen kleinen internen Wettbewerb oder einer Wette- wer bis da und da mehr Wörter geschrieben hat?!
Dazu gibt es diese tollen Battle-Widgets, mit denen man bis zu drei (oder fünf?) Statistikbalken untereinander packen kann. Kann ja sein, dass dieses Vergleichen die Motivation schürt.
Auch in diesem Fall einfach anschreiben.

Und nochmal viel, viel Glück, Erfolg und Spaß euch allen!


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