Posts Tagged ‘Klassiker’

Karl May: 100. Todestag des legendären Autors

Posted on 2012 04, 04 by Nina
Quelle: wikimedia

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Ganze Generationen sind mit den Geschichten rund um Winnetou und Old Shatterhand aufgewachsen. Die Bücher wurden heimlich nachts unter der Bettdecke im Licht der Taschenlampe verschlungen und die Filme werden immer wieder gerne gesehen, von den zahlreichen Adaptionen und Parodien gar nicht zu sprechen. Tausende Menschen strömen zudem jedes Jahr zu den Karl-May-Spielen nach Bad Segeberg. Vor wenigen Tagen jährte sich der Todestag des legendären Autors zum 100. Mal.

Geboren wurde Karl Friedrich May am 25. Februar 1842 im damaligen Königreich Sachsen. Im 19. Jahrhundert erlangte er mit seinen Abenteuer- und Reiseromanen Weltruhm. Laut der UNESCO zählt er zu den meistgelesenen Schriftstellern deutscher Sprache weltweit. Die Auflage seiner Werke wird auf 200 Millionen geschätzt. Seine Erzählungen spielen vor allem im Wilden Westen und im Orient.

Karl May selbst wurde wohl auch so legendär, weil er sich liebend gerne selbst inszenierte. Später konnte er mehr und mehr zwischen Realität und Fiktion nicht mehr unterscheiden und behauptete selbst Old Shatterhand zu sein und seine Abenteuer selbst erlebt zu haben. Ein interessanter Charakter der Literaturgeschichte. Wer sich mehr vertiefen möchte, dem empfehlen wir zum Beispiel die Biografie „Karl May: Untertan, Hochstapler, Übermensch“ von Rüdiger Schaper, die im vergangenen Jahr im Siedler Verlag erschienen ist.

„Dame, König, As, Spion“ von John le Carré

Posted on 2012 02, 21 by Nina

Unsere Filmlandschaft hat sich ohne Frage in den letzten Jahrzehnten verändert. Die Anzahl der wirklich guten Filme ist rar geworden. Besonders Hollywood geht immer weniger Risiken ein und setzt lieber auf kalkulierte Erfolge, die meist nach Schema F ablaufen. Dazwischen findet man jedoch auch immer wieder wirkliche Besonderheiten, bei denen es sich oft um Literaturverfilmungen handelt.

Momentan im Kino „Dame, König, As, Spion“, ein Film, der nicht nur mit hervorragenden Schauspielern besetzt ist, sondern auch für drei Oscars nominiert ist. Einige Gründe mehr nicht nur ins Kino zu gehen, sondern auch das Buch von John le Carré zu lesen, auf dem der Film basiert!

In „Dame, König, As, Spion“ lässt Großmeister le Carré wieder einmal seinen bekanntesten Protagonisten, Topspion George Smiley, zum Einsatz kommen. Smiley soll in diesem Buch seinen Posten als Chef des britischen Geheimdienstes räumen. Eine wichtige Mission ist gescheitert und er selbst ist auch nicht mehr gerade der Jüngste. Doch es stellt sich heraus, dass sich mitten unter seinen Leuten ein Doppelagent, ein Maulwurf, befindet, der für Moskau tätig ist. Smiley jagt ihn bis nach Russland und das mitten im Kalten Krieg.

Sherlock Holmes von Arthur Conan Doyle: Das Original lohnt sich!

Posted on 2012 02, 07 by Nina
Quelle: wikimedia

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Den Namen Sherlock Holmes kennt sicherlich jedes Kind. Er ist der Vater der modernen Kriminalhelden und begründete die forensische Tradition in der Welt der Kriminalromane. Immer wieder, wie auch in letzter Zeit, lassen sich Künstler von den Geschichten rund um Holmes inspirieren. Es gibt unzählige Adaptionen, von Comic-Heften bis hin zu Filmen. So meinen die meisten die Figur des Meisterdetektivs zu kennen ohne jemals die Bücher von Sir Arthur Conan Doyle gelesen zu haben.

Unsere Vorstellungen von Sherlock Holmes sind vor allem von den älteren Filmen geprägt, wo er als spießiger Detektiv mit Jagdkappe und Inverness-Mantel auftritt. Dieses Bild basiert auf einigen Illustrationen von Sidney Paget, jedoch gleichen sie nicht wirklich denen in den Büchern. Schon alleine deswegen lohnt es sich, die Bücher zu lesen. Dabei wird man einige Überraschungen erleben!

Interessant ist auch, dass die aktuellen Filme von Guy Ritchie zwar ein modern eingefärbtes Bild des Detektivs zeichnen, jedoch sich erstaunlich nah an die Bücher halten. Arthur Conan Doyle hat mit seinen Geschichten rund um Sherlock Holmes, von denen es vier Romane und 56 Kurzgeschichten gibt, das Bild des Privatdetektivs gehörig auf den Kopf gestellt. Wurden damals eher Fälle zufällig aufgeklärt, ging es ihm um nüchterne Schlussfolgerungen.

Die ersten Geschichten rund um Holmes und Watson wurden kaum beachtet, doch irgendwann schlugen sie ein wie eine Bombe. Zu diesem Zeitpunkt hatte Doyle seinen Detektiv schon fast wieder über. Er wollte sich lieber anderen Geschichten widmen und so beschloss er Holmes sterben zu lassen. Bei einem Kampf mit seinem Erzfeind Moriarty stürzen er und Holmes in die Schweizer Reichenbachfälle. Die Leser waren entsetzt und trugen öffentlich Trauer.

Ein paar Jahre später schrieb Doyle mit „The Hound of Baskerville“ eine Geschichte, die vor Holmes’ Tod angesetzt war. Der große Erfolg führte dazu, dass Doyle Sherlock Holmes doch wieder auferstehen ließ, da der Detektiv dank seiner japanischen Kampfkunst (ja, es kamen damals bereits Martial Arts vor!) Moriarty in den Fluten entkommen sei.  Man könnte an dieser Stelle noch so viel über diese wahren Krimiklassiker erzählen. Am besten ihr lest sie selbst!

Auswertung Sommer Teil II + Gewinner

Posted on 2009 06, 16 by Lilly

sonneIm zweiten Teil der Blogparadenauswertung möchte ich die gestellten Fragen für mich beantworten und Euch meine Sommerbücher präsentieren.

Ich führe (nicht mehr) genau Statistik über alles, was ich lese, aber ich würde sagen, dass ich im Sommer schon mehr lese, als im Winter. Gerade wenn es sehr heiß wird, bin ich faul und mag nichts lieber tun, als mich mit einer kalten Cola in den Schatten setzen, um zu lesen.
Im Winter kommt man nach Hause, es ist dunkel und man hat das Gefühl der Tag wäre schon vorbei. Außer duschen, essen und mich vor dem Fernseher oder den PC zu setzen passiert rein lesetechnisch dann nicht mehr viel bei mir.

Ich wohne am Meer und verbringe daher auch eine Menge Zeit am Strand. Je nachdem wo ich bin, kann es aber schnell mal langweilig werden die Leute zu beobachten (z.B. an Dorfstränden – da sind nur wenige unterwegs) oder nur meinen eigenen Gedanken zu lauschen. Das heißt, dass ich auch dort viel lese – insbesondere wenn ich mit der ganzen Family und Bekannten dort bin. Das wird dann grundsätzlich ein Tagesausflug und da brauche ich ziemlich schnell Abwechslung von Sonne und Sandkörnchen.

Lesen mit Rory Gilmore

Posted on 2008 07, 09 by Lilly

Manch einer wird bei diesem Thema jetzt die Augen verdrehen, jemand anderes sich vielleicht freuen- und wieder jemand hat keine Ahnung wovon ich rede.

Rory Gilmore, sicher vielen bekannt; einer der Hauptcharaktere der Gilmore Girls. Das freundliche, lustige und unschuldige Mädchen von nebenan. Clever und ambitioniert. Eines ihrer Hobbies: Lesen. Bücher verschlingen, darüber schreiben und/oder reden.
Was ich in vielen Internetforen bemerkt habe ist, dass diese Person vielen jungen Leuten ein echtes Vorbild geworden ist.
Natürlich, sie ist nur eine erfundene Person. Aber wie viel echtes steckt schon im Image einer Christina Aguilera oder eines Justin Timberlake? Ein Image, dass sich jeden Tag wandeln kann?
Ich persönlich finde es toll, dass sich Menschen auch von ganz konservativen und akademischen Aspekten inspirieren lassen können; und jedes junge Mädchen, was dadurch zum Buch getrieben wird, ist sicherlich ein Gewinn für die Gesellschaft.

Für alle Fans der Gilmore Girls hab ich jetzt viele ihrer Lieblingsbücher zusammengestellt: Rory’s Classics. (die Liste wird noch aktualisiert)
Ob ihre Diskussionen über “Anna Karenina” mit Dean oder “Oliver Twist“, den Rory sofort aus einem Zitat von Jess ausfindig machen kann, alle Bücher habe irgendwann in der Serie Erwähnung gefunden.
Allen gemeinsam ist ein hoher bildungstechnischer Wert. Es sind fast ausschließlich berühmte Klassiker.