10 Tipps um gute Kolumnen zu schreiben – Teil I
Rubkrik Keine Fiktion: Was ist ein guter Autor, der kein gutes Essay verfassen kann? Der nicht in der Lage ist eine bewegende Rede zu halten? Journalistische Texte zu tippen oder ein Exposé zu entwerfen?

Kolumnen sind kurze Meinungsdarstellungen, die zumeist als Spaltentext in verschiedenen Print- und Onlinemedien erscheinen.
Feste Regeln oder eine bestimmte Form gibt es nicht. Was also muss man beachten, wenn man gute Kolumnen schreiben will, die als solche auch sofort erkennbar sind?
Ich habe für Euch 10 Tipps zusammen gefasst. Die ersten fünf gibt es heute, die anderen folgen morgen:
1. Der Aufbau
Auch für den Aufbau gibt es keine festen Regeln. Man kann munter vor sich herplaudern, Behauptungen aufstellen, mit sich selbst diskutieren oder andere Leute aufs Korn nehmen. Allerdings sollte man eine bestimmte Grundstruktur einhalten, da man sonst sehr leicht in die journalistische Form der Glosse (eine einseitige und kurze satirische Betrachtung) oder der Causerie (unterhaltsame und kurze Essays) übergeht.
Anbieten tut es sich, wenn man zunächst auf möglichst originelle Art in ein Thema einleitet, eine These aufstellt oder auf eine Frage Bezug nimmt und diese dann umfassend, aber doch knapp umschreibt und hinterfragt. Man kann über sich persönlich sprechen, über die eigenen Beobachtungen, über die Allgemeinheit oder nur über ganz bestimmte Personen. Wichtig ist, dass besonders kritische Betrachtungen mindestens von einem Fakt getragen werden. Allzu viele Fakten fallen wieder in den Bereich des Essays, überhaupt keiner könnte in eine Glosse führen.
Abschließend bietet man einen Lösungsvorschlag an, zieht ein Fazit, stellt eine (rhetorische) Frage oder endet mit einem Witz oder einer Anekdote. (bis auf die Lösung und das Fazit bietet sich auch alles zur Einleitung an)

