Posts Tagged ‘Denis Scheck’

Denis Scheck vorhin bei tv total

Posted on 2011 05, 19 by Lilly

Hat’s jemand gesehen?
Ich habe nur zufällig reingeschaltet und bin dann hängen geblieben.
Gut, dass Stefan Raab eine Art Aufmerksamkeitsdefizitproblem hat, und nicht wirklich in der Lage ist, seinen Gästen zuzuhören, das ist bekannt. Aber dass echt so wenig bei Schecks Besuch rumkommt … tja, ein wenig enttäuschend.

In Rekordeile haben Sie einen Batzen von (uninteressanten!) Büchern abgehandelt. Kaum hat Scheck mit:

“Ist ein Abfallprodukt” (Dieter Nuhr)
“Noch nicht gelesen” (Helmut Schmidt)
“Brillant, großartig … hab ich nicht gelesen, um Gottes Willen” (Bud Spencer)
“Schlecht” (Sarrazin)
“Muss man nicht unbedingt haben” (Karen Rose)
“Sein Versuch einer Gothic Novel. Der Sarg bleibt zu” (Zafón) oder
“Ganz widerlicher forensischer Krimi” (Simon Beckett)

geantwortet, fiel Raab ihn auch schon ins Wort oder hat ihm das nächste Buch um die Ohren geschleudert. Keine wirklich Reaktion seinerseits, ein wirkliches Gespräch hat sich gar nicht erst ergeben.

Raabs Fazit: Mit Fiktion könne er nichts anfangen, wer wen auf einer grünen Wiese lieb hat, das sei ihm ziemlich egal.
Tja, ein Glück, das hat man gar nicht germerkt…

Wenn Autoren sich daneben benehmen

Posted on 2009 11, 23 by Lilly

In der Besprechung zu Sybille Bergs Der Mann schläft hatte ich erwähnt, dass ich im nächsten Artikel erklären wollte, warum ich glaube, dass die Protagonistin des Romans eigentlich deckungsgleich mit der Autorin ist.
Daran wäre an sich natürlich nichts schlimm, allerdings hatte ich auch erwähnt, dass ich ihre entworfene (?) Figur, nennen wir sie “die Frau”, sehr unsympathisch finde.
Grenzwertige Gedanken, ein riesiges Zentrum um sich selbst und nahezu ekelhaft zynisch.
Genau das gleiche fiel mir zu Frau Berg ein, nachdem ich sie in verschiedenen Fernsehshows gesehen habe.

Bei Harald Schmidt sagte sie: “Ich finde Schweinegrippe und Sterben sehr in Ordnung. Es hat zu viele Menschen.”
Schmidt sagte, er habe gehört sie würde sich ein Haus am See wünschen. Sie entgegnet daraufhin, dass es da natürlich darauf ankommen würde, wo es steht. Wäre das die Ukraine, hätte sie sich das schon längst leisten können. Es muss aber teuer sein. Sprich: Mit dem gemeinen Fußvolk möchte sie nicht in Kontakt kommen.

Hier könnt Ihr Euch den gesamten Auftritt ansehen:

In der Sendung von Denis Scheck hat sie sich ähnlich menschenverachtet geäußert.

Scheck lästert über Bestseller

Posted on 2009 04, 06 by Lilly

druckfrischLesen und Schreiben konnte Denis Scheck schon mit sechs, sagt Wikipedia. Ob ihm das Schnacken damals auch schon so leicht fiel?
Zugegeben, seine Karriere ist beeindruckend; als Wissenschaftler (zumindest auf Gästebasis) im Literaturbereich hat er auch einen unglaublich reichen und bunten Wortschatz. Aber was stellt er denn de facto damit an? Wie nutzt er ihn?
Als Theorie. Als Hauch einer Ahnung, was er leisten könnte. Er produziert nicht, er kritisiert. Er unterhält natürlich auch, keine Frage. Aber sollten sich Entertainer aber wirklich mit ihrem Intellekt brüsten?
Herr Scheck mag vieles können, vor allem kann er reden, aber nach meinen Recherchen ist mir nicht ein Romanprojekt, geschweige denn ein Bestseller aufgefallen, an dem er beteiligt gewesen ist. Das könnte bedeuten, dass er sich tatsächlich nur als Theoretiker sieht und an der Schriftstellerei kein großes Interesse hat, ferner könnte man aber auch davon ausgehen, dass er Prosa nicht beherrscht.
Selbstverständlich vermag ich nicht zu behaupten, was der ARD-Kritiker in seinen Schubladen aufbewahrt, wohl aber weiß ich, was für ein unglaublicher Kraftakt es ist ein logisch aneinandergereihtes und ein einigermaßen unterhaltsames Manuskript zu entwerfen.

Getreu Italo Svevo, der folgendes sagte:

Wer da glaubt, einen Roman anfertigen zu können, indem er täglich eine halbe Stunde daran schreibt und weiter nichts, irrt sich gründlich.

… glaube ich daran, dass eben nicht Jeder ein Buch schreiben, geschweige denn veröffentlichen kann.