
Quelle: WortArt
Andreas Rebers zählen momentan viele zum Besten, was das deutsche Kabarett zu bieten hat. Wer den Künstler jedoch einmal von einer ganz anderen und privaten Seite erleben möchte, der sollte sein Buch „Der kleine Kaukasus“ lesen. Er beschreibt darin mit viel Einfühlungsvermögen und natürlich einer gehörigen Portion Humor seine Kindheit im Weserbergland in den 1960er Jahren.
Solch eine Kindheit ist an sich natürlich nicht wirklich etwas Besonderes, jedoch kann man dies auf jeden Fall von der Familie Rebers behaupten. Der Kabarettist lässt den Leser anhand von Anekdoten an einem Stück seines Lebens teilhaben, wobei er niemals die Grenze des zu Privaten zu überschreiten scheint. Die fiktionalen Momente, die hier und da geschickt eingeflochten werden, tragen sicherlich auch dazu bei.
Es ist ein Buch für diejenigen, die das Leben mit einem Augenzwinkern sehen und natürlich auch für alle Fans von Andreas Rebers, denn einige Passagen seiner Programme werden einem so klarer. Jedoch auch so manch ein Nicht-Fan wird dem Buch einiges abgewinnen können. Amüsante Passagen lösen leise Stellen ab und man erhält einen sensiblen Blick auf eine ganz besondere Familie. Wobei, vielleicht ist sie auch gar nicht so besonders, wenn man sich mal genau umschaut, denn viele finden sich in den Zeilen auch wieder… „Der kleine Kaukasus“ ist nun übrigens auch als Hörbuch erschienen, eingelesen von Jaochim Kròl.
Joanne K. Rowling ist eindeutig ein Phänomen. Als sie die Geschichten rund um den Zauberlehrling Harry Potter verfasste, ahnte sicherlich niemand, dass sie schon bald vom Erfolg nahezu überrollt werden würde. Heute gibt es wohl keinen, der Harry Potter nicht kennt, weltweit wurden 450 Millionen Bänder der Abenteuer verkauft und J.K. Rowling gehört mit einem geschätzten Vermögen von 530 Millionen Pfund (rund 630 Millionen Euro) zu den reichsten Frauen Großbritanniens.

Quelle: Hanser Verlag
Der Schriftsteller T.C. Boyle gehört ohne Frage zu den bedeutendsten seiner Art in der US-amerikanischen Gegenwartsliteratur. In seinen etlichen Geschichten und Romanen hat er sich immer wieder einem zentralen Thema gewidmet: dem Einfluss des Menschen auf die Umwelt. Dies bringt er in seinem aktuellen Buch „Wenn das Schlachten vorbei ist“ (Originaltitel: When the Killing’s done) zu einem vorläufigen Höhepunkt.
Wann schützen Projekte wirklich die Natur? Wie weit darf Tierschutz gehen? Was ist dabei Recht und was Unrecht? Dies sind nur ein paar Fragen, die sich Boyle und damit auch uns Lesern in „Wenn das Schlachten vorbei ist“ stellt. Der Roman spielt auf den Channel Islands vor der Küste Kaliforniens. Hier wurden durch den Menschen im Laufe der Jahrhunderte Tiere wie Ratten oder Schweine eingeschleppt, die es dort im natürlichen Ökosystem eigentlich nicht gibt und die es deshalb gehörig durcheinander gebracht haben.
Auf der einen Seite steht die Biologin Alma Boyd Takesue, die um jeden Preis das alte Ökosystem wieder herstellen möchte und dafür auch die Ausrottung der dort lebenden, eingeschleppten Tierarten in Kauf nimmt. Dagegen wehren sich auf der anderen Seite Tierschützer wie Dave LaJoy und Anise Reed.
Es ist fast schon ein apokalyptischer Roman, der die Ausbeutung und Veränderung der Natur durch den Menschen und deren Folgen verdichtet und deutlich darstellt. Wer T.C. Boyle kennt, weiß, dass es dabei auch um grundlegende Fragen wie Moral und den Wert des Lebens geht. Zudem haben die Protagonisten eine gemeinsame Vergangenheit… „Wenn das Schlachten vorbei ist“ ist in Deutschland im Hanser Verlag erschienen.