Archive for the ‘Mein Weg’ Category
Liebe Leser,
und wieder ist ein Jahr vergangen. “Twilight” hat im Januar Millionen Fans von Stephenie Meyer begeistert, “New Moon” folgte im Januar. Auch ihr Roman “Seelen” soll verfilmt werden. Mit Herta Müller gewann eine deutsche und recht unbekannte Autorin den Nobel Preis und Kathrin Schmidt räumte mit “Du stirbst nicht” den Deutschen Buchpreis ab.
In Schweden liefen bereits alle drei Verfilmungen der Larsson-Trilogie, während seine Familie noch immer nicht 100%ig entschieden hat, ob sein vierter Roman, der noch nicht vollständig fertiggestellt war, veröffentlicht werden soll. Gerüchten zufolge soll auch eine Hollywood-Produktion seines ersten Romans geplant sein – mit Beteiligung von Brad Pitt und Quentin Tarantino.
Kirsten Marohn veröffentlichte ihren zweiten Roman “Bunte Fische”, zunächst ohne Buchhandelsanschluss, während Kossi ihre Leser mit der Neuigkeit überraschte, dass ihr Debütroman “Männertaxi”
nächstes Jahr im Oktober erscheinen wird. Gleichzeitig fand sie auch die Zeit mit Stefan Baumgartner ein neues Bücher-Podcast-Portal auf die Beine zu stellen: Den Bücher(p)lausch.

Auf lovelybooks gibt es ein kleines
Interview mit mir.
In einer neuen Kategorie sollen nach für nach verschiedene Literaturblogs vorgestellt werden. Finde ich eine sehr spannende Sache.
Ich bedanke mich bei Kathrin für das nette Gespräch und bei Albert, weil er mir den Vorschlag gemacht hat.
In dieser Woche geht es um den neuen Podcast in der “Szene”: Bücher(p)lausch. Kossi und Stefan Baumgarten, ein sehr bibliophiles und sympathisches Duo, plaudern über Bücher und allem, was drumherum passiert.
Als Fan von Karlas Buchkolumne habe ich mich natürlich sehr gefreut, dass es nun auch an anderer Stelle etwas Literarisches auf die Ohren gibt. Solche privaten Sendungen machen Spaß und sind wirklich mit Liebe produziert. Etwas wovon sich die Vorleser und Co. eine Scheibe abschneiden können.
Hört mal rein!
[Trigami-Review]
Harte Zeiten sind angebrochen. Nun gut, man muss es ja nicht gleich übertreiben, aber es ist nicht zu leugnen, dass die Wirtschaftskrise für Verunsicherung und einige finanzielle Krisen sorgen.
Die Weihnachts- und Neujahrtage waren auch bei mir sehr besinnlich. Einmal raus aus dem Alltag, sich Zeit für kleine Dinge nehmen und alles erstmal ganz ruhig angehen, das stand bei uns auf der Tagesordnung.
Lange Spaziergänge fanden öfter statt: um das schwere Essen zu verdauen, den Kater (DEN Kater) auszuführen oder um den Hund mal etwas zu gönnen. Die Strecke blieb dabei jedes Mal in etwa die gleiche.
Man darf sie sich so vorstellen: ein paar Meter und man verlässt das Dorf, das von Feldern umgeben ist. Eine sandige Allee führt auf den ersten Blick ins Nichts, immer geradeaus. Alle 100 Meter strecken sich riesige knorrige Bäume am Wegrand aus, links und rechts Felder und ganz unscharf in der Weite ein großer Wald. Rehe hüpfen dort herum. Man hört keine Autos, keine Menschen, kein Klappern der Türen; es ist einfach nur still. So still wie die Natur eben sein kann.
Eine solche Atmosphäre soll ja sehr wertvoll sein. Abschalten, zu sich selbst finden und neue Kräfte tanken. Das wäre schon richtig, wäre dort nicht das:

Eine Puppe, richtig. Aber was für eine. Vom Dreck verklebt, einäugig, einbeinig, ohne Arme, nackt und aufgeschlitzt. Mitten in der Pampa, der Wind pfeift, die Wolkendecke hängt schwer am Horizont.
Das ruft tolle Bilder hervor, oder?
Ich fande Puppen schon immer gruselig, ohne es genauer erklären zu können. Aber dieser Fund war es ganz besonders aufgrund des ungewöhnlichen Ortes. Ein kleines Mädchen, ein weit zurück liegender Mord - ein kleiner Hinweis darauf, dass irgendwann jemand hier war. Das Kopfkino war losgelöst, ich habe meinen Kriminalroman gedanklich weiter entwickelt und sogar mit dem Gedanken gespielt eine ähnliche Puppe für mein Buchcover zu verwenden.
Leider habe ich dann einige Tage später feststellen müssen, dass meine Idee nicht mehr neu war.
Der Bertelsmannclub hat sie geklaut, um das Cover von Joy Fieldings Buch “Die Katze” zu schmücken. So eine Frechheit. Hätten sie nicht das Originalcover übernehmen können?
Bitte was?
Ja, NaNoWriMo – der National Novel Writing Month, der diesen November seinen 10.Geburtstag feiert.
Was genau das ist?
Seit 1998 versammeln sich schreibwütige Personen aus der ganzen Welt im Internet (gut, die ersten Jahre kamen sie nur aus den USA, darum auch „national“), um den Monat November dazu zu nutzen einen kurzen Roman mit mindestens 50.000 Wörtern zu schreiben.
Erst am 1.November wird das Textfeld auf der Homepage freigeschaltet und man kann loslegen.

Wie soll man denn einen Roman in einem Monat schreiben? Wozu das das Ganze? Und gibt es Gewinne?
Nein, gewinnen kann man nichts bzw. der Gewinn ist, dass man am Ende ein fertiges Manuskript in der Hand hält.
NaNoWriMo stellt nur eine einzige Anforderung: Quantität. Schaff deine 50.000 Wörter und du hast es gepackt. Ganz egal, wie schlecht du schreibst oder wie holprig sich der ganze Entwurf liest.
Erstes Ziel: alles schnell runter zu schreiben.
So unsinnig wie sich das erstmal anhört ist es nicht. Hat man erstmal einen kompletten Entwurf einer Geschichte in der Hand, erscheint das unwirkliche Gefühl, dass man selbst daraus einen richtigen Roman basteln kann, der sich auch verkaufen lässt, gar nicht mehr so unwirklich.
Das Ziel des Projektes ist, dass man Schreibhemmungen über Bord wirft und einfach einmal loslegt. Anders würde man nie erfahren, ob man das Talent zum Schreiben hat.
Jegliches Theoriebüffeln in sinnlos, wenn man nicht selbst zum Stift greift.
Ganz davon abgesehen hat sich die NaNoWriMo- Internetseite im Laufe der Zeit auch zur Community gewandelt. Die Autoren können sich dort profilieren, Freundschaften knüpfen und sich in Foren- ob lokal oder international- austauschen.
Lilly macht auch mit!
Auch ich werde dieses Jahr dabei sein. Zum ersten Mal.
Ich möchte einfach mal ein wenig Abstand zu meiner jetzigen Schreibarbeit bekommen und mir einen Monat Zeit nehmen etwas ganz anderes auszuprobieren. Wie es sich dann weiterentwickelt, werden wir sehen.
„Naked Marbelle“ wird mein Projekt heißen. Ein Fantasyroman, vielleicht etwas Peter-Pan-mäßig.
Ein italienischer Student namens gibt sich seiner Lethargie hin, bis Maria Lia Marbelle, eine nackte Fee aus einer anderen Welt, kommt und ihn verzaubert.
Warum sie nackt ist, weiß ich eigentlich gar nicht genau. Vermutlich will ich einfach nur etwas Erotik mit ins Spiel bringen.
Also ihr da draußen. Greift zu Stift und Papier, plant einen Entwurf und macht mit. Es macht sicher Spaß, hält eine Menge Übung bereit- und man kann nur gewinnen, oder?
Für alle Anfänger: Schaut euch einfach noch mal die Kapitel der Schreibschule an. Wie bringe ich Spannung in die Handlung, wie entwerfe ich den Plot, wie sollten die Charaktere dargestellt werden usw. ?
An die Überarbeitung braucht ihr nicht denken – also ob ihr euch richtig ausdrückt oder tolle Worte verwendet. Dafür ist später noch genug Zeit. Eigens dafür wurde auch der NaNoEdMo- der National Novel Editing Month ins Leben gerufen.
Es ist wirklich machbar. Durchschnittlich drei A4 Seiten pro Tag sind nicht viel. Die schreiben sich erstaunlich schnell, wenn man gewisse Ideen hat und nicht darüber nachdenken muss, ob das jetzt Sinn macht oder gut klingt.
Eigentlich ärgert es mich ja. Aber neulig Abend hat sich eine neue Geschichte ihren Weg zu mir gebahnt. Ich arbeite bereits an einem (so denke ich) sehr komplexen, interessanten und anspruchsvollen Roman, den ich unbedingt veröffentlichen will.
Wie kann es also sein, dass ich plötzlich das dringende Bedürfnis verspüre dieses Buch an zweiter Stelle zu schieben um stattdessen eine Liebesgeschichte zu entwickeln? Eine Liebesgeschichte! Ich? Wo doch gerade das das Genre ist, was mich am wenigsten interessiert.
Aber sei’s drum. Ich folge einfach meiner Intuition und schreibe mir die Finger wund.
Einen Titel gibt es schon: “Hörst du das Leben singen?”
Und genau so werde ich einsteigen:
Wer glaubt dies ist eine typische Geschichte zwischen Macho, bestem Freund und Frauennaivität, der irrt.
Ebba war viel, aber sie war nicht typisch. Sie tappte in eine allzu bekannte Liebesfalle und fiel dem Teufelskreis einer erfüllten Beziehung zum Opfer. Aber sie war nicht so dumm zu ignorieren, dass oberflächliche Anziehung ein ganzes Leben zerstören kann.
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