[Trigami-Review]
Ob dieser Artikel jetzt Werbung ist oder nicht, darf jeder ganz für sich allein entscheiden.
Ich wurde mit einer kostenlosen Tafel Schokolade “bestochen”, dass ich hier kurz das Angebot der Firma MySwissChocolate vorstelle.
Dass ich mich positiv äußern muss, war nicht Teil der Aufgabe. Ich werde es zwar trotzdem tun … und zwar nur aus dem Grund, weil ich wirklich begeistert bin.
Ich sitze beim Zahnarzt, habe gerade unzählige Spritzen in den Mund gerammt bekommen und warte mit klopfenden Herzen auf das drohende Unheil. Die Ärztin, sie kann höchstens 26 Jahre alt sein und keinen Tag älter, fragt mich beschwingt, so als würde das hier keine Tortur für uns beide werden, ob ich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bräuchte.
“Ääähm, nein”, würge ich heraus. “Ich bin Studentin”, füge ich schnell hinzu. Arbeitslos zu sein wäre sicher keine Schande, aber aus irgendeinem Grund würde es mich stören, von anderen als Hartz IV-Empfänger betrachtet zu werden.
“Soso, was studieren Sie denn?”, pfeift sie weiter vor sich hin.
Was wahrscheinlich ein nettes Smalltalk-Geplänkel werden soll, bringt mich nur noch weiter ins Schwitzen. “Eigentlich … ich bin eher freiberuflich, aber sonst … äh … Soziologie”, antworte ich und stelle beschämt fest, dass die Wirkung der Leitungsanästhesie immer stärker wird und ich zu sabbern beginne. “In Rostock?”, will sie wissen. Ich nicke etwas zu schnell und etwas zu heftig. Und lüge.
Liebe Leser,
und wieder ist ein Jahr vergangen. “Twilight” hat im Januar Millionen Fans von Stephenie Meyer begeistert, “New Moon” folgte im Januar. Auch ihr Roman “Seelen” soll verfilmt werden. Mit Herta Müller gewann eine deutsche und recht unbekannte Autorin den Nobel Preis und Kathrin Schmidt räumte mit “Du stirbst nicht” den Deutschen Buchpreis ab.
In Schweden liefen bereits alle drei Verfilmungen der Larsson-Trilogie, während seine Familie noch immer nicht 100%ig entschieden hat, ob sein vierter Roman, der noch nicht vollständig fertiggestellt war, veröffentlicht werden soll. Gerüchten zufolge soll auch eine Hollywood-Produktion seines ersten Romans geplant sein – mit Beteiligung von Brad Pitt und Quentin Tarantino.
Kirsten Marohn veröffentlichte ihren zweiten Roman “Bunte Fische”, zunächst ohne Buchhandelsanschluss, während Kossi ihre Leser mit der Neuigkeit überraschte, dass ihr Debütroman “Männertaxi”
nächstes Jahr im Oktober erscheinen wird. Gleichzeitig fand sie auch die Zeit mit Stefan Baumgartner ein neues Bücher-Podcast-Portal auf die Beine zu stellen: Den Bücher(p)lausch.

Auf lovelybooks gibt es ein kleines
Interview mit mir.
In einer neuen Kategorie sollen nach für nach verschiedene Literaturblogs vorgestellt werden. Finde ich eine sehr spannende Sache.
Ich bedanke mich bei Kathrin für das nette Gespräch und bei Albert, weil er mir den Vorschlag gemacht hat.
In dieser Woche geht es um den neuen Podcast in der “Szene”: Bücher(p)lausch. Kossi und Stefan Baumgarten, ein sehr bibliophiles und sympathisches Duo, plaudern über Bücher und allem, was drumherum passiert.
Als Fan von Karlas Buchkolumne habe ich mich natürlich sehr gefreut, dass es nun auch an anderer Stelle etwas Literarisches auf die Ohren gibt. Solche privaten Sendungen machen Spaß und sind wirklich mit Liebe produziert. Etwas wovon sich die Vorleser und Co. eine Scheibe abschneiden können.
Hört mal rein!
[Trigami-Review]
Harte Zeiten sind angebrochen. Nun gut, man muss es ja nicht gleich übertreiben, aber es ist nicht zu leugnen, dass die Wirtschaftskrise für Verunsicherung und einige finanzielle Krisen sorgen.
Die Weihnachts- und Neujahrtage waren auch bei mir sehr besinnlich. Einmal raus aus dem Alltag, sich Zeit für kleine Dinge nehmen und alles erstmal ganz ruhig angehen, das stand bei uns auf der Tagesordnung.
Lange Spaziergänge fanden öfter statt: um das schwere Essen zu verdauen, den Kater (DEN Kater) auszuführen oder um den Hund mal etwas zu gönnen. Die Strecke blieb dabei jedes Mal in etwa die gleiche.
Man darf sie sich so vorstellen: ein paar Meter und man verlässt das Dorf, das von Feldern umgeben ist. Eine sandige Allee führt auf den ersten Blick ins Nichts, immer geradeaus. Alle 100 Meter strecken sich riesige knorrige Bäume am Wegrand aus, links und rechts Felder und ganz unscharf in der Weite ein großer Wald. Rehe hüpfen dort herum. Man hört keine Autos, keine Menschen, kein Klappern der Türen; es ist einfach nur still. So still wie die Natur eben sein kann.
Eine solche Atmosphäre soll ja sehr wertvoll sein. Abschalten, zu sich selbst finden und neue Kräfte tanken. Das wäre schon richtig, wäre dort nicht das:

Eine Puppe, richtig. Aber was für eine. Vom Dreck verklebt, einäugig, einbeinig, ohne Arme, nackt und aufgeschlitzt. Mitten in der Pampa, der Wind pfeift, die Wolkendecke hängt schwer am Horizont.
Das ruft tolle Bilder hervor, oder?
Ich fande Puppen schon immer gruselig, ohne es genauer erklären zu können. Aber dieser Fund war es ganz besonders aufgrund des ungewöhnlichen Ortes. Ein kleines Mädchen, ein weit zurück liegender Mord - ein kleiner Hinweis darauf, dass irgendwann jemand hier war. Das Kopfkino war losgelöst, ich habe meinen Kriminalroman gedanklich weiter entwickelt und sogar mit dem Gedanken gespielt eine ähnliche Puppe für mein Buchcover zu verwenden.
Leider habe ich dann einige Tage später feststellen müssen, dass meine Idee nicht mehr neu war.
Der Bertelsmannclub hat sie geklaut, um das Cover von Joy Fieldings Buch “Die Katze” zu schmücken. So eine Frechheit. Hätten sie nicht das Originalcover übernehmen können?