Archive for the ‘kreatives Schreiben’ Category
Auch wenn der Sommer noch etwas auf sich warten lässt, genieße ich es schon jetzt, um T-Shirt auf dem Balkon zu sitzen. Der Glaskasten erhitzt sich tagsüber bestimmt auf 25°C, sodass es mehr als angenehm ist, Abends kurz vor acht dazusitzen und die rötlichen Strahlen der untergehenden Sonne aufzufangen.
Seit gestern werde ich dabei von Elizabeth George “Wort für Wort oder die Kunst ein gutes Buch zu schreiben” begleitet.

Obwohl ich schon mehr als die Hälfte gelesen habe, traue ich mich jetzt noch nicht, ein abschließendes Urteil abzugeben.
Nur soviel: Schreibratgeber und ich scheinen einfach nicht auf einer Wellenlänge zu sein. Ich habe schon viel probiert und einige Wahrheiten für mich erkennen können. Aber keiner dieser Bücher was bisher eine wirkliche Hilfestellung.
Zu pauschal, zu lang und ausufernd, zu weit entfernt von den Ideen, die mir persönlich vorschweben.
Besonders langweilig finde ich die teils mehrere Seiten langen Textbeispiele aus anderen Romanen. Einerseits ist es doch genau das, was man braucht: Anschauungsbeispiele. Andererseits versteht man nur Bahnhof, wenn man direkt in ein Geschehen springt, von dem man keine Vorstellung hat und das einen auch nicht weiter interessiert.
Heute Nacht ist es soweit. Punkt Mitternacht.
Ja, es wird “spooky”, denn Kürbisse flackern auf, um böse Geister zu verscheuchen. Happy Halloween!
Am besten lässt Du Deine Kerzen aber etwas länger brennen. 30 Tage wären genau richtig. Denn einen Monat lang wirst Du gegen innere Geister, auch Schweinehunde genannt, ankämpfen müssen. Du wirst Stifte kaputt nagen, schlechte Laune haben, müde sein und Sodbrennen vom vielen Kaffee bekommen, wenn Du auch dieses Jahr wieder dabei bist, beim NaNoWriMo.
30 Tage, ein Roman, 50.000 Wörter. Das ist alles, was zählt. Dass es zu schaffen ist, beweisen Hobbyschriftsteller aus aller Welt Jahr für Jahr.
Im letzten Jahr habe ich eine kleine Checkliste für alle Schreibanfänger zur Verfügung gestellt. Wer nicht mehr die Zeit hat, ausführlich in Schreibratgebern zu blättern oder gern die wichtigsten Punkte auf einen Blick haben möchte, kann damit vielleicht etwas anfangen.
Ich habe für dieses Jahr noch ein paar Anmerkungen und Punkte dazugefügt. Fühlt Euch frei die PDF zu downloaden, auszudrucken und/oder nach Belieben zu verbreiten:

Für alle, die keine Ahnung haben, wovon ich hier rede, für die NaNoWriMo wie eine Mischung zwischen einem Ipod und Apple-Netbook klingt, die aber von der Idee einen Roman in 30 Tagen zu schreiben nicht abgeneigt sind, verweise ich auf folgende Links:
Wenn das interessant für Euch klingt, dann bitte schleunigst hier anmelden.
Ich selbst werde dieses Jahr leider nicht teilnehmen können, da ich es nicht geschafft habe mir die nötige Zeit freizuschaufeln, aber ich werde mich natürlich trotzdem umhören und berichten. Allen Teilnehmern drücke ich die Daumen und wünsche viel Spaß!
Viele Menschen … obwohl, eigentlich weiß ich gar nicht, ob es viele Menschen sind. Ich benutze diese phrasenhafte Einleitung ziemlich gern, obwohl ich im Grunde genommen nur von mir selbst spreche. Also nicht viele, vielleicht viele, aber mit Gewissheit kann ich das nicht sagen, sondern ich habe Schwierigkeit mich auf meine vier Buchstaben zusetzen und einfach loszulegen, um einen Roman zu schreiben.
Es klappt nicht. Ich gehöre nicht zu den Genies (glaubt man kaum, oder?), die nach einer Eingebung aufspringen, vorn anfangen und dann loslegen eine Geschichte runterzureißen.
Wenn ich aber allzu lange über meine Ideen nachdenke und dabei nichts zu Papier bringe, dann beginnt alles so verworren und verwirrend zu sein, dass ich am Ende überhaupt nicht mehr denken kann, bzw. (Phrase Nummer zwei) den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe.
Natürlich gibt es da Abhilfen und bewährte Tipps. Man kann zum Beispiel den yWriter verwenden, die Software für Schreiber. Zugegeben, wirklich intensiv habe ich mich damit noch nicht beschäftigt, aber wenn ich nicht auf den ersten Blick einen Zugang zu etwas finde, wenn ich mich nicht gleich von Anfang an mit etwas wohl fühle, dann blockiert es meine Gedanken doch eher, als dass es sie fließen lässt. Das Programm ist zwar noch nicht gänzlich abgeschrieben, aber auf den ersten Blick finde ich es einfach doof.

Jacky, die Gründerin der
Schreibwerkstatt, ruft zu einem Schreibwettbewerb aus, für den sie Geldpreise ausgeschrieben hat.
Teilnehmen können alle, die bis zum 31.Juli diesen Jahres eine Kurzgeschichte einreichen, die eine Länge zwischen 1000 und 2000 Wörtern aufweist.
Das Thema ist frei wählbar, im Gegensatz zu vielen anderen Wettbewerben müssen wir uns nicht auf ein Stichwort oder eine Lokalität beschränken.
Wir? Ja, ich nehme auf jeden Fall teil. * Eine Kurzgeschichte ist schneller geschrieben als ein Roman und mit einem Wettbewerb vor Augen ist die Motivation doch gleich doppelt so hoch.
Auch wer keine Lust hat selbst etwas zu verfassen kann gewinnen. Wie genau könnt Ihr hier nachlesen. Dort findet Ihr auch alle weiteren Informationen zu Aktion.
Teil II der Kolumnentipps. Punkt 1-5 gibt’s hier
6. sprachliche Bilder
Bediene Dich sprachlicher Bilder, um Deinen Text lebendig zu gestalten. Besonders Vergleiche und Metaphern bieten sich an. Möchtest Du besonders locker und spritzig rüberkommen, dann verwende Übertreibungen, Ironie oder entwerfe vom Vergleich ausgehend einen originellen Blickwinkel. (z.B. „Nur weil ich Politikwissenschaft studiere, werde ich kein Politiker. Anwälte werden ja auch keine Mörder.“ = vergleichende Gegenüberstellung, Politik = Wissenschaft ist das gleiche, wie Mord = Gesetz) Im weitesten Sinne kann man dabei von einer Analogie sprechen- man bezieht Sachverhalte aus einer allzu bekannten Situation auf eine neue (auch „Viele Köcher verderben den Brei“ ist eine Analogie).
7. Emotional ansprechen
In einer Kolumne hast Du nicht viel Platz, um den Leser durch aufregende Argumentationen oder Erlebnisberichte mitzureißen. Um zu begeistern, musst Du die Leute von Anfang an emotional ansprechen. Am einfachsten geht das mit einer Frage. Einem „Kennen sie das nicht auch?“ Aber auch eine direkte Anrede ist wirkungsvoll. „Stellen Sie sich das doch einmal vor.“ oder „Und in diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen noch folgendes raten …“
Du redest zwar, als ob Deine Freundin vor Dir stehen würde – aber mit dem Unterschied, dass Du Deine Leser und nicht ie ansprichst.
Je nachdem welche Zielgruppe Du vor Augen hast und in welchem Alter Du Dich selbst befindest, verwendest Du ein „Du“ oder „Sie“.
Wenn Du eher eine ruhige und nachdenkliche Kolumne schreiben möchtest, dann bietet es sich an, dass Du eine typische Situation beschreibst, von welcher Du glaubst, dass sich viele Leser darin wiederfinden. Auch häufige, allgemein gehaltene Fragen laden dazu ein sich mit Deinen Gedanken auseinanderzusetzen.
Rubkrik Keine Fiktion: Was ist ein guter Autor, der kein gutes Essay verfassen kann? Der nicht in der Lage ist eine bewegende Rede zu halten? Journalistische Texte zu tippen oder ein Exposé zu entwerfen?

Kolumnen sind kurze Meinungsdarstellungen, die zumeist als Spaltentext in verschiedenen Print- und Onlinemedien erscheinen.
Feste Regeln oder eine bestimmte Form gibt es nicht. Was also muss man beachten, wenn man gute Kolumnen schreiben will, die als solche auch sofort erkennbar sind?
Ich habe für Euch 10 Tipps zusammen gefasst. Die ersten fünf gibt es heute, die anderen folgen morgen:
1. Der Aufbau
Auch für den Aufbau gibt es keine festen Regeln. Man kann munter vor sich herplaudern, Behauptungen aufstellen, mit sich selbst diskutieren oder andere Leute aufs Korn nehmen. Allerdings sollte man eine bestimmte Grundstruktur einhalten, da man sonst sehr leicht in die journalistische Form der Glosse (eine einseitige und kurze satirische Betrachtung) oder der Causerie (unterhaltsame und kurze Essays) übergeht.
Anbieten tut es sich, wenn man zunächst auf möglichst originelle Art in ein Thema einleitet, eine These aufstellt oder auf eine Frage Bezug nimmt und diese dann umfassend, aber doch knapp umschreibt und hinterfragt. Man kann über sich persönlich sprechen, über die eigenen Beobachtungen, über die Allgemeinheit oder nur über ganz bestimmte Personen. Wichtig ist, dass besonders kritische Betrachtungen mindestens von einem Fakt getragen werden. Allzu viele Fakten fallen wieder in den Bereich des Essays, überhaupt keiner könnte in eine Glosse führen.
Abschließend bietet man einen Lösungsvorschlag an, zieht ein Fazit, stellt eine (rhetorische) Frage oder endet mit einem Witz oder einer Anekdote. (bis auf die Lösung und das Fazit bietet sich auch alles zur Einleitung an)
Noch 5 Tage liebe Leute, dann geht er los, der große Schreibmarathon.
Ich hoffe ihr habt schon einige nette Ideechen. Was ich hier und da schon gelesen habe, hat mich echt vom Hocker gehauen und ich bin echt neugierig auf das Endergebnis.
Für alle Anfänger habe ich eine kleine Checkliste zum downloaden oder ausdrucken zusammengestellt. Alles was ihr in Sachen Plot, Charaktererstellung usw. immer im Blick haben solltet. Klickt einfach auf das PDF-Icon!

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