Books…

So sehr ich Bücher auch liebe, habe ich in den letzten Monaten für mich selbst erkannt, dass es eigentlich die Geschichten sind, die mich berühren. Zu 80 Prozent finde ich diese in tollen Romanen, richtig, aber es gibt eben auch noch andere Dinge. Die tolle Fernsehserie, die mich berührt, zum Beispiel. Eine Erzählung eines guten Freundes oder die traurigen Augen der alten Frau aus der Straßenbahn. Der Schmetterling, der im Wind flattert und dann, hach wie poetisch, im Schein der Sonne verschwindet oder der Song, der direkt ins Blut geht.
Kleine Augenblicke und kleine Geschichten finden sich überall. Alles, was direkt ins Herz geht, was man in seinen Erinnerungen festhält, ist für mich etwas ganz Besonderes. Dazu brauche ich nicht unbedingt Buch.
Natürlich wird lillyberry.de sich weiter mit dem Lesen und dem Schreiben beschäftigen, aber ich möchte dem Ganzen eine weitere Note geben. Ich möchte hier festhalten, dass es die vielen kleinen Momente sind, die eine Leidenschaft ausmachen. Dass die Suche nach neuen Stories, nach neuen Gefühlen und nach neuen Erkenntnissen mehr ist, als nur ein Hobby, um etwas Zeit totzuschlagen.
Folgende Kategorien werden hier ab jetzt wieder regelmäßig ausgefüllt:
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Wöchentlich werden kleine oder auch größere Artikel erscheinen, die sich mit den Themen Lesen, Schreiben, Bücher, Geschichten, Filme, Serien oder Autoren beschäftigen. Ob als Kolumne, als kleine Reportage, als Kommentar oder einfach frei von jeder Form, ob bissig, neutral oder nachdenklich, wird sich dann jeweils zeigen.
Es ist kein Buch, keine Autorenmeldung, keine Literaturverfilmung, keine Neuerung in der Buchbranche und auch kein Schreibtipp.
Es ist ein Lied, einfach nur ein Lied.
Aber was für eins! Tolle Melodie, tolle Stimme, passendes Video (mit Jennifer Rostock und Udo Lindenberg) und vor allem – ein wunderschöner Text:
Ich hab heute ein Buch gekauft, obwohl ich es gar nicht wollte. Ein Nicholas Sparks Hardcover (erspart euch eure Kommentare), runtergesetzt von 19.95 Euro auf 4.95 Euro. Bei Hardcovern werd ich immer schwach, bei Nicholas Sparks sowieso. Um letzteres geht es mir. Dem Schwachwerden bei gewissen Autoren.
Ich muss dazu sagen, dass ich nicht der große Nicholas Sparks Fan bin, im Gegenteil, ich verfolge weder regelmäßig seine Karriere – eher sporadisch – noch verfolge ich seine Neuveröffentlichungen noch muss ich seine Bücher am ersten Erscheinunungsdatum haben. Ich finde seine Bücher nicht mal gut, jedenfalls nicht durchgehend. Ich bin also ein Durchschnittsleser, was Nicholas Sparks angeht. Und dennoch geht es mir bei ihm wie bei einigen anderen Autoren (Kathy Reichs, um eine zu nennen), bei denen ich immer wieder schwach werde und ihre Bücher kaufe. Warum tue ich das? Und geht es euch genauso? Ihr habt vielleicht gar nicht so durchweg positive Leseerlebnisse mit einem Autoren gehabt, aber dennoch ertappt ihr euch dabei, wie ihr das nächste Buch vom ihm/ihr kauft?
Ich hab das mal versucht, bei mir zu analysieren und bin auf den Nenner gekommen, dass mir das nur bei Autoren passiert, deren Bücher ich vielleicht nicht durchgehend toll finde, aber bei deren Schreibstil ich mich wunderbar geborgen fühle. Ein Gefühl des Nachhause-Kommens stellt sich bei ihnen ein, und da scheint es dann fast beiläufig, wie gut die geschriebene Geschichte ist.
Now if I were the queen of all the world
I would go in chains just to see you free
of the ropes that bind you
and the role you play
and the pride that hooks you
while the big ones get away
Love junkies wanna change the world:
it quickly stays the same
Money junkies hire all the smart ones
Power junkies run the game
[...]
If the bad guys don’t get you Baby
then the good guys will
With angels on the take
and the gangsters in the yard
Hey don’t the wars come easy
Hey don’t the peace come hard
Im Dornen-Blog wurde ich zu einem interessanten Artikel Inspiriert. Die Ursprungsidee stammt wohl von Wally und seiner Buchtitelpoesie.
Worum geht es dabei? Um Bücher aus unserem Regal, die einen ganz besonderen Titel tragen. Ein Titel abseits von “Die Tochter des Malers”, “Die Versuchung” oder “Der Tannenbaum”.
Ein poetischer, klangvoller Titel, der sofort Lust auf mehr macht und das Buch in eine geheime Aura hüllt.
Sehr viele Bücher, die diesen Gesichtspunkten entsprechen, habe ich bei mir nicht gefunden. Aber diese wenigen möchte ich euch nicht vorenthalten.


Und meine neuesten poetischen Schätzchen: Katharina Hagenas “Der Geschmack von Apfelkernen” und Christian Krachts “Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten”


Welche Titel-Perlen finden sich bei Euch im Bücherregal?
Ich habe heute eine sehr lange, liebe und auch sonnige (der Tag war es nicht, aber dein Text schon:-)) Mail erhalten.
Ich liebe verregnete, dunkle Sonntage an welchen ich mich ganz gemütlich mit einer Tasse Kaffee vor dem Rechner hängen kann, um mir viel Zeit für die Gedanken anderer zu nehmen.
Über einen Satz bin ich dann gestolpert. Er wirkt sehr bescheiden, fast schon traurig und deswegen auf eine gewisse Art und Weise poetisch. Aber was ich darin lese ist nicht die Wahrheit, nicht das, was andere bestätigen würden, sondern eher ein großes Misstrauen der eigenen Fähigkeiten:
Es ist eine viel zu schöne Geschichte, um sie von mir schreiben zu lassen.
hast du geschrieben.
Warum? Weil du denkst nicht stilsicher genug schreiben zu können? Weil du das Gefühl hast nicht ausdrücken zu können, was du meinst?
Dafür gibt es Lektoren. Verlagslektoren, so wie auch freiberufliche. Sie feilen mit dir an deinen Text und geben hier und da Anmerkungen, wie man es noch besser machen könnte.
Aber eine schöne Geschichte in sich zu haben, etwas von dem man überzeugt ist und das man mit Leidenschaft anpackt, das ist das wichtigste. Die Basis.
Es ist deine Geschichte, niemand anderes hat sie sich ausgedacht. Deine Phantasie und deine Bilder. Du solltest die einzige Person sein, die diese niederschreibt.
Und ich bin mir auch sicher, dass nur du allein damit etwas zum Ausdruck bringen kannst.
Wenig Selbstvertrauen scheint etwas zu sein, dass jeder Schriftsteller von Natur aus mitbringt. Bis zu einem gewissen Punkt ist das auch gut so, da es der entscheidende Antrieb ist seine Geschichte wieder und wieder zu bearbeiten.
Aber bei allem was man tut und anpackt, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass niemand es besser kann. Etliche Autoren werden natürlich besser schreiben können, als man selbst. Vielleicht haben sie auch spannendere Stories.
Aber das was wir beginnen, was aus unserem Innersten kommt, das kann auch nur durch uns vollendet werden.
Wahrscheinlich wird es nicht perfekt. Aber es ist das, was wir an momentaner Stelle mit unseren Fähigkeiten schaffen können. Und mit viel Ausdauer und Disziplin wird es so gut werden, wie es nur werden kann.
Nicht jeder wird es lieben, aber es wird immer Menschen geben, denen genau das gefällt, was du produzierst.
Mit deiner eigenen Stimme und deinen eigenen Gefühlen machst du deine Geschichte einzigartig und in ihrer Gesamtkomposition auf eine ganze subjektive Art und Weise perfekt.
Zweifel nicht daran!

“I have lived through much, and now I think I have found what is needed for happiness. A quiet secluded life in the country, with the possibility of being useful to people to whom it is easy to do good, and who are not accustomed to have it done to them; then work which one hopes may be of some use; then rest, nature, books, music, love for ones neighbor, such is my idea of happiness.”
(Leo Tolstoi)