Ich weiß, letztes Jahr war ich etwas gemein zu Euch. Ich habe mir einen Aprilscherz erlaubt und einfach frech behauptet, dass Stephenie Meyers Buch “Midnight Sun” nun doch veröffentlicht werden würde.
Aber nein, dahingehend hat sie ihre Meinung nicht geändert. Das unfertige Manuskript bleibt in ihrer Schublade.
Es gibt jedoch eine andere große Überraschung für alle Fans. Auf ihrer Website kündigt sie für den 5.Juni dieses Jahres ein neues Buch an.
Es ist mit einen 196 Seiten verglichen mit ihrem anderen Romanen nur eine kleine Novelle und heißt “The Short Second Life of Bree Tanner”.
Bree Tanner ist einer von Victorias jungen Vampiren. Um diese Seite besser zu verstehen und zu beleuchten, fing Stephenie an, diese Geschichte zu schreiben. Natürlich auch, weil sie einfach großen Spaß daran hatte.
Auch für den Film “Eclipse” bzw. “Bis(s) zum Abendrot” hat man dann damit gearbeitet; Bree wird auch auf der Kinoleinwand zu sehen sein.
Ich sehe da nicht mehr durch. Ihr etwa?
In letzter Zeit haben sich die Gerüchte über eine Hollywood-Produktion von Stieg Larssons “Verblendung” überschlagen. Zunächst hieß es, dass Brad Pitt und Quentin Tarantino sich die Rechte gesichert haben sollen. Bestätigt wurde das bisher nicht.
Nun heißt es aber nur noch “Die Macher von Hollywood” seien am werkeln. Wer das sein soll, bleibt unklar.
Der Rechtsstreit zwischen Stieg Larssons Familie und seiner Lebensgefährtin Eva Gabrielsson scheint in die letzte Runde zu gehen.
Vater Erland und Bruder Joakim Larsson baten Ihr rund 2 Millionen Euro als Abfindung an.
“Wir können ihr 20 Millionen Kronen geben. Alles, was sie tun muss, ist bei uns anrufen und ‘ja bitte’ sagen”, wird Erland zitiert.
Morgen ist es so weit, die Frankfurter Buchmesse öffnet ihre Pforten auch für Privatbesucher.
Und ich kann leider nicht dabei sein!
Einerseits macht mich das wirklich ziemlich traurig, andererseits habe ich aber auch das Gefühl, dass es einer wochenlangen Vorbereitung bedurft hätte, um gezielt Angebote rauszusuchen und meinen Zeitplan danach zu organisieren.
Ich habe versucht auf der offiziellen Homepage zu schauen, was ich alles verpasse – das Messer tiefer in die Wunde zu bohren und so, aber Himmel, das ist absolut unmöglich!
Wer sieht da bitte schön durch?
Und wie kann man es schaffen einigermaßen gekonnt durch den Messedschungel durchzuschlendern, und nicht im Irrgarten verloren zu gehen, und am Ende weinend nach seiner Mutti ausrufen zu lassen?
Ich gratuliere Kathrin Schmidt recht herzlich zum Gewinn des deutschen Buchpreises.
Eigentlich hatte ich gestern vor zu dokumentieren, wie das Buch in den Verkaufslisten von Amazon ansteigt. Ich fand das bei Herta Müllers Atemschaukel so faszinierend.
Aber ich habe zu spät damit begonnen.
Als ich um 23:10 nachgeschaut habe, war der Roman schon auf Platz 4 im Belletristikbereich:
Der Nobelpreisträger ging wieder an einen Kandidaten, mit dem die Welt nicht gerechnet hat. Wer wie darauf reagiert habe, habe ich in diesem Artikel einmal kurz zusammengefasst:
Elke Heidenreich kann sich das Lästern nicht verkneifen. Sie style sich wie Angela Merkel und müsse „dringend mal eine neue Frisur kriegen, damit die Neuseeländer nicht denken, dass man solche Frisuren in Deutschland trägt“, schreibt sie auf stern.de
Ihre Literatur findet sie allerdings „grandios“, und zeigt sich erleichtert, dass Philip Roth den Titel nicht erhalten hat.
Wie Heidenreich sieht es auch die Bundeskanzlerin als ein „wunderbares Signal“, dass 20 Jahre nach Fall der Mauer ein solches Buch die höchste Auszeichnung der Welt erhalten hat.
In den allgemeinen Glückwünschen stimmen auch andere Politiker wie Claudia Roth, Klaus Wowereit oder Horst Köhler ein.
Unser aller Freund Marcel Reich-Ranicki hatte nur zwei Sachen zu sagen:
Der diesjährige Literaturnobelpreis geht an die in Rumänien geborene Deutsche Herta Müller, “die mittels Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit zeichnet”. So lautet die offizielle Begründung
Damit wurde 10 Jahre nach Günter Grass wieder eine deutsche Person ausgezeichnet, noch dazu eine Frau, was mich ganz besonders freut. (laut Wikipedia sind 89,5% der Preisträger männlich)