Archive for the ‘Blogparade’ Category

Auswertung der Blogparade

Posted on 2008 07, 29 by Lilly

Langsam wird es an der Zeit meine Blogparade vom 11.Juni auszuwerten, die meiner Meinung nach ein voller Erfolg war. Wow, ich hätte niemals mit so vielen interessanten Artikeln gerechnet.
Worum es ging fasst Eugen kurz zusammen:
“Zur Wahl stehen, Dan Brown ein Shootingstar der amerikanischen Unterhaltungsliteratur oder William Shakespeare, ein Virtuose seiner Sprache, ein Mann der in der Lage ist, neben dem eigentlichen Drama, eine ganze „Kulisse aus Worten“ zu schaffen.”


Gut, nicht zwischen den zwei ehrenwerten Autoren sollte entschieden werden, sondern ein entweder-oder der Lesegewohnheiten aller Blogger war gefragt.
Die Ausbeute ist erstaunlich, wenn man schaut welche Blogs sich unter anderem beteiligt haben:


Gerrit
Käthe
Read it
Katha
Seychella
Nina
Melli
Bioschokolade
Boris Stumpf
Alltagsgrauen
Sebastian
Zeitsturz
Julia

Es ist natürlich schwierig alle Antworten hier zusammenzufassen und der Mühe jedes einzelnen gerecht zu werden. Also klickt euch am besten selbst durch die verschiedenen Blogs. Es lohnt sich, was auch Eugen so sieht:
“Sie hat ihren Zweck, in jeder Hinsicht erfüllt. Durch die Parade bin ich auf einige neue Blogs, die meine Interessen teilen, gestoßen.”

“Gehört ihr noch zu der Kategorie Bücherwurm oder hat die Multimedia-Welt euch fest im Griff?”, wollte ich wissen.
“Ich finde das schließt sich gegenseitig nicht aus. Ich finde das Web 2.0 und die stärkere Nutzung des Internets wirklich gut und lese auch viel am PC, grade die Onlineauftritte von Zeitungen. Aber ein ganzes Buch würde ich nicht am PC lesen. Am tollsten ist es doch in der Bücherei sich ein Buch auszusuchen und es dann zuhause gemütlich aufzuschlagen und förmlich darin zu versinken.”, meinte man auf anhaltspunkt.wordpress.com
So ähnlich haben das die meisten gesehen. Nur einmal habe ich eine Antwort gelesen, die ich bei Bloggern, die diese Blogparade interessant finden, nicht erwartet hätte:
“Mittlerweile ist mein Lesekonsum aufgrund zunehmender Konkurrenz durch alternative Medien (Film, TV, Internet und Musik) bei gleichzeitig weitaus weniger Freizeit bedauerlicherweise stark zurückgegangen.”, sagt Martin

Die Frage nach Hardcover oder Taschenbuch wurde überall unterschiedlich beantwortet.
Auf Neon Wilderness meint man:
“Taschenbuch. Ist billiger. Außer ein Taschenbuch gefällt mir sehr gut, dann kann es auch schon vorkommen, dass ich mir das schöne Hardcover kaufe, und es ungelesen ins Regal stelle.”
Andere Blogger sahen das ganz anders- klar, die Geschmäcker sind halt verschieden.
Genauso wie einer am liebsten die Bestseller ließt, jemand anderes mehr auf Klassiker steht. Wir hatten alles dabei.
Der Betreiber von bestseller-romane.de hat die klassische Literatur erst in letzter Zeit schätzen gelernt:
“Ich muss zugeben, ich habe Dan Brown gelesen und Shakespeare gekickt, damals im Englischunterricht, als wir uns einen Sport daraus machten, uns durch den Unterricht zu mogeln, ohne die Bücher zu lesen (was erstaunlicherweise meist problemlos funktionierte). Nachdem die Schule und fiese Lehrer mir einige Jahre lang die Lust an Literatur verdorben hatten (die ich geradezu verschlungen hatte, bevor sie dann zum Unterrichtsstoff mutierte), las ich jahrelang fast nur noch Krimis und Sachbücher. Letztere hatte ich früher immer links liegengelassen und hatte jetzt etwas nachzuholen.”

Erstaunlicher Weise haben Ebooks bei den meisten keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Einerseits denke ich “verständlich”, schließlich mag ich diese “Bücherform” auch nicht. Andererseits muss es ja Menschen geben, die diese konsumieren; wie sonst sollte man all die Anbieter erklären?
Eng einhergehen tut das mit der letzten und für mich interessantesten Frage: “Seht ihr im guten, alten Schmöker eine Zukunft oder werden Bücher kommenden Generationen bald gänzlich fremd sein?”
Torsten meint dazu:
“Ich denke schon, dass es auch weiterhin Bücher in Papierform geben wird. Die wenigsten haben Lust darauf, stundenlang auf einen kleinen Monitor zu schauen und die Augen dermaßen anzustrengen. Außerdem ist es einfach ein besonderes ‘Feeling’, es sich mit einem guten Buch in einer angenehmen Atmosphäre gemütlich zu machen und in die Geschichte des Buchs einzutauchen.”
Etwas zurückhaltener drückt Eugen sich da aus:
“Ich schätze, dass der Konsum von Büchern zurückgehen wird. Wobei ich nicht glaube, dass Bücher vollkommen vom Markt verdrängt werden. Das Buch bzw. die neue Literatur wird sich dem Markt bzw. Kunden einfach anpassen. So wie die meisten Bestsellerromane es tun (Feuchtgebiete).”

Am meisten bewegt hat mich die Aussage von Pillenknick:
“So lange es Bücher gibt, wird die Welt nicht untergehen.
[…]
So lange Geschichten erzählt werden, sind die Bücher nicht tot. keine html-Ausgabe am Bildschirm kann den duft nach altem Papier, die vergilbten, leicht rauen Seiten ersetzen, kein Klick auf “weiter” kompensiert das Rauschen und Rascheln beim Blättern im Buch, kein Schließen des Browsers oder Abschalten des Ebook-Anzeigegeräts ist auch nur annähernd so sinnlich wie das satte Plopp eines zugeklappt werdenden Buches - und handschriftliche Notizen kratzen nur auf Papier und hinterlassen dauerhafte spuren”
Dem stimme ich mit leuchtenden, fast tränennassen Augen 100%ig zu  

Eine ähnlich süßen Kommentar habe ich im Sockenblog gelesen:
“Ich lese viel und gern, die ganze Zeit. In Büchern, Blogs, Comics, Foren und Zeitungen bin ich zu Hause und verschlinge alles, was mich interessiert. Angefangen hat das so im Alter von sieben als ich gelernt habe, die verschiedenen Buchstaben auseinander zu halten. Damals hat meine Mutter zusammen mit unserem Au-pair extra für mich ein Buch geschrieben, in dem nur 24 der 26 Buchstaben aus dem Alphabet vorgekommen sind - das “u” und das “z” konnte ich noch nicht. Ich habe das Buch wahnsinnig oft durchgelesen und seit dem hat mich das geschriebene Wort nicht mehr losgelassen.” 

Ich kann es nur wiederholen: Klickt euch selbst durch und schaut, was der allgemeine Blogger zum Thema Bücher und Lesen zu sagen hat. Es ist teilweise echt wunderschön, was der Einzelne schreibt.
Mein favorisierter Text wurde hier bisher noch nicht erwähnt. Wie angekündigt wird der Artikel hier vollständig und seperat veröffentlicht. Heute gegen Abend. Habt Geduld!

Die nächste Blogparade werde ich dann zur Weihnachtszeit veranstalten und kleine Weihnachtsgewinne mit ausschreiben. Ich würde mich freuen, wenn ihr wieder alle mit von der Partie seid.

Vom Geschäftsführer zum Romanautor

Posted on 2008 07, 03 by Lilly

… nicht ganz. Ich bin keine Geschäftsführerin, sondern immer noch eine schnöde Studentin.
Ich arbeite aber durchaus daran früher oder später einen Roman zu veröffentlichen und damit ein paar Brötchen zu verdienen.
Kaum ein Schriftsteller kann von seinem Handwerk leben; das ist auch gar nicht nötig. Aber zu schreiben- seinen Gedanken Raum zu bieten, Menschen unterhalten zu können; einfach zu tun, was Spaß macht, das nenne ich Selbstverwirklichung.
Keine festen Arbeitszeiten, keine Menschenmassen, die einen von Montag bis Freitag auf den Senkel gehen – arbeiten von allen Punkten der Welt. Was gibt es schöneres?

Ich weiß nicht, wie meine Zukunft aussehen wird. Ich könnte in einer Bank arbeiten oder in die Wissenschaft gehen. Ich könnte in irgendeinem x-beliebigen Büro Akten stapeln und mit leeren Augen durch die Gegend schauen- kellnern oder bei McDonalds herumtanzen.
Aber ich werde alles dafür geben, dass ich irgendwann einmal selbstständig und unabhängig bin.
Ich würde Groschenromane schreiben- oder auch dreckige, journalistische Texte; die Hauptsche ist, dass ich meinem Ziel- dem Schreiben- nahe bleiben zu können.

Falls sich irgendwer wundert worüber ich hier überhaupt schreibe; es ist mal wieder ein Thema einer Blogparade. Aussteigen und Selbstverwirklichung nennt von Georg Helmut - Er fragt nach Träumen und verwirklichten Projekten der Blogger.

Aussteigen beinhaltet meiner Meinung nach aber noch mehr, als die Wahl eines ungewöhnlichen oder eines gering geschätzten Berufs. Was bringt es mir, wenn ich nun Kneipenwirt bin und mich zum Sklaven der Buchhaltung, der Warenlogistik und im Personalbereich mache? Wie frei bin ich, wenn ich mich zwar als Autor bezeichnen kann, aber regelmäßig Treffen mit dem Verlag habe, nicht schreiben darf, was ich möchte und Fristen haargenau einhalten muss?
Und inwieweit habe ich mich selbstverwirklicht, wenn ich tue, was ich möchte- jedoch kaum Geld zum leben habe, in einer runtergekommenen Wohnung lebe und mir keinen Wunsch erfüllen kann?
Die Balance muss stimmen!

Ich möchte ein Leben, eingebettet in der Natur. Wasser, Garten, Wildblumen, Tiere. Verzichten hingegen kann ich auf technischen und Prestige- lastigen Konsum; was nicht bedeutet, dass der Weg, den ich einschlagen möchte keinen finanziellen Aufwand bedeutet.
Ich muss also eine Balance zwischen beruflichen und privaten Zielen finden; bestmögliche Kompromisse suchen und stets Aufwand und Ertrag abwägen.
Dabei geht es nicht darum, dass ich so wenig wie möglich tun und so viel wie möglich dabei herausholen möchte (ja, fällt schwer zu glauben, dass ich VWL studiere ;)), sondern dass ich meine Energie in den Bereichen, die mir Spaß machen, investiere – oder sonst, sofern das nicht möglich ist, lieber Zugeständnisse im Privatbereich mache.

Wichtig ist sich nicht zum Sklaven machen zu lassen. Nicht zum Sklaven der Arbeit und auch nicht zum Sklaven des Konsums.

Shakespeare oder Dan Brown? Wie viel Literatur steckt in Euch?

Posted on 2008 06, 11 by Lilly

… das ist es, was mich interessiert. Deswegen rufe ich zu einer Blog Parade auf.

Gehört ihr noch zu der Kategorie Bücherwurm oder hat die Multimedia-Welt euch fest im Griff?
Darf es also ein spannender Roman sein oder eher die abendliche Fernsehserie?
Herkömmliche Bücher, Ebooks oder Hörbücher?
Hardcover oder Taschenbuch?
Bestseller oder Klassiker?
Sachliteratur oder Belletristik?

Seht ihr im guten, alten Schmöker eine Zukunft oder werden Bücher kommenden Generationen bald gänzlich fremd sein?
Habt ihr literarische Vorbilder, Lieblingsautoren- oder -romanfiguren?
Und was ist das letzte Buch, welches ihr gelesen habt bzw. was lest ihr zur Zeit?

Ich freue mich auf eure Trackbacks, Links oder auch auf manuelle Eingaben.
Den besten Artikel werde ich nach dem Einsendeschluss, dem 10.07.2008 auf dieser Seite veröffentlichen.

Wie intim darf es sein?

Posted on 2008 05, 08 by Lilly

Diese Frage hat Tari ihren Lesern in einer Blogparade gestellt. Ein interessantes Thema, wie ich finde- weswegen ich mich gern daran beteilige.

Wie weit gehst du in deinem Blog? (privat oder eher oberflächlich)

Ich schreibe hier kein privates Tagebuch, sondern habe mir den Nischenbereich Literatur, kreatives Schreiben, Life- und Autoren- Coaching ausgewählt.
Da ich selbst vorhabe ein Buch zu veröffentlichen, werde ich natürlich auch oft aus dem Nähkästchen plaudern. Viele private Aspekte lassen sich überhaupt nicht vermeiden, weil die Texte dann zu fachlich und abgestumpft wirken.
Was kann ich meinem Leser dann schon bieten, was er nicht in jedem Fachbuch oder Nachschlagewerk um einiges genauer nachlesen könnte? Es ist meine persönliche Erfahrung, die ich teilen möchte.
… und natürlich auch ein wenig mein Ego ausleben! ;-)

Wenn du auch über privates schreibst, wo ist deine Schmerzgrenze?

Ich denke bestimmte Dinge, die mich zwar persönlich betreffen und auch belasten, haben einfach nichts mit dem Thema hier zu tun.
Welcher Leser, der sich hier ein wenig Inspiration zu finden erhofft, möchte schon über den Streit meiner Eltern oder über mein Sexleben Bescheid wissen?
Nun, ich denke es gäbe sicherlich den ein- oder anderen, der da sehr neugierig oder voyeuristisch veranlagt ist, aber es passt leider nicht hier rein. :-)

Themenblog oder Anhäufung aller möglichen Dinge

Wie weiter oben ersichtlich geworden ist: Themenblog.
Aber rund um dieses Thema werden auch alle möglichen Dinge angehäuft. Der Begriff Literatur ist vielseitig auslegbar und vielen Bereichen relevant.


Ist dir die Meinung deiner Leser wichtig? Klammerst du also z.B. Themen aus (wie Religion oder ähnliches), weil du Angst hast, anzuecken? Oder hast du über so was noch nie nachgedacht, die Meinung deiner Leser ist dir dennoch wichtig, wenn ja, warum?

Ich schreibe wie ich lustig bin und denke nicht darüber nach Leser eventuell abzuschrecken.
Die Meinung der Leute ist mir insofern wichtig, als dass sie sachliche Kritiken oder Verbesserungsvorschläge anbringen.
Hat jemand zu bestimmten Dingen eine andere Meinung, dann ist das doch legitim und nicht schlimm für mich.
Ich hätte das Gefühl, dass meine persönliche Note verloren gehen würde, wenn ich Rücksicht auf vielerlei potentielle Querdenker nehmen würde.

Legst du Wert auf die Optik oder ist dir der ausschließlich der Inhalt wichtig

Ich habe schon versucht das Theme möglichst themennah auszuwählen und die Seite nicht absolut zu überladen.
Wichtiger als die Optik ist aber die Funktionalität und die Übersichtlichkeit. Ich mag es nicht, wenn lange Tag- oder Archivleisten die Seiten zukleistern. Am wichtigsten bleibt aber dennoch- ganz unbestritten- der Inhalt. Inhalte können bereichern, jemanden persönlich weiterbringen, ihn unterhalten oder neugierig machen.
Schönes Aussehen kann wenig dergleichen.

Welche Art von Blogs interessieren dich: was abonnierst du z. B. über deinen Feedreader? Welche Kriterien müssen gegeben sein, das jemand dein Interesse verliert?

Ich lese gern kulturelle Blogs, hauptsächlich im Literaturbereich. Die Welt aus der Sicht von Andersdenkenden oder Rebellen interessiert mich auch sehr.
Interesse verliere ich, wenn nicht regelmäßig gepostet wird oder wenn sich aus unerfindlichen Gründen die Qualität ändert. (ich habe früher gern Onlinetagebücher gelesen, von denen viele Texte mit der Zeit langweiliger und kürzer geworden sind- so als hätte man sich leer geschrieben)

Nennst du z. B. Familienangehörige beim Namen oder eher nicht

Nein. Meine Familie hat mit meinem Wunsch Autor zu werden nichts zu tun – und begleitet mich auch nicht auf diesen Weg. Von daher spielen die Namen hier keine Rolle.


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