Archive for the ‘Blogparade’ Category

Milan Kundera - Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Posted on 2009 04, 15 by Lilly

Ihre Liebesgeschichte begann erst danach: sie bekam Fieber, und er konnte sie nicht nach Hause schicken wie die anderen Frauen. Er kniete an ihrem Bett, und es fiel ihm an, dass jemand sie in ein Körbchen gelegt und auf dem Wasser ausgesetzt hatte. Ich habe schon gesagt, dass Metaphern gefährlich sind. Die Liebe beginnt mit einer Metapher.

kundera1Was verbinde ich mit dem Frühling? Leichtigkeit vor allem. Die Vögel zwitschern, die Welt ergrünt, die Sonne kitzelt einem schon morgens im Bett die Nase- alles Graue fällt von einem ab, man hat das Gefühl zu schweben. Allein das Wort „Leichtigkeit“ trieb mich dazu das Buch in die Hand zu nehmen und für emp’s Frühlingsblogparade zu lesen.
Dass das Buch einen wortwörtlichen Bezug zum Frühling hat, habe ich erst später bemerkt. Nicht die Jahreszeit, aber die historische Phase des „Prager Frühlings“ mit politischen Verfolgungen, Abstieg von Intellektuellen und die schrittweise Enteignung der Leute bildet den Rahmen der Handlung.

Im Hintergrund dieser Kulisse erzählt der Autor von der Liebe zwischen der Kellnerin Teresa und dem Chirurgen Tomas. Tomas, treulos, geschieden und dominant fühlt sich zu der jungen Frau hingezogen und abgestoßen. Er liebt sie, gleichzeitig aber trauert er um seine Freiheit und Unabhängigkeit.

Showtime: So verstau ich meine Bücher

Posted on 2009 03, 19 by Lilly


Wie verstaust Du Deine Bücher?, fragt Marcel in seiner Blogparade. Das obere Bild ist aber leider trügerisch. Das sind nur einige wenige Bände, die mir zu sehr am Herzen liegen, als dass ich sie wahllos auf dem Boden liegen lassen könnte.
Auf dem Boden, ja leider, das ist die Realität bei mir.
Vor einigen Wochen sah es noch so (klicken!) aus. Mittlerweile ist es schlimmer. Die Bücher strömen aus allen Richtungen in mein Leben und ich bin dankbar für jedes einzelne. Auch wenn ich recht schnell und viel lese, nehmen die Stapel nicht ab, denn bei der Auswahl habe ich mitunter ein so gutes Händchen bzw. bekomme schöne Tipps, dass kaum eines dabei ist, was es nicht wert wäre aufgehoben zu werden.

Ein Ordnungsschema ist dementsprechend nicht wirklich vorhanden. Gut, meine Irvingbücher stehen alle in einem Fach und auch die Werke von Stieg Larsson, Stephenie Meyer und Rowlings Potter stehen nebeneinander.
Ansonsten steckt aber in jeder Lücken irgendwas.
Ich würde die Bücher gern in der ganzen Wohnung verteilen, auf jedem Regal, jeder Kommode, ja, von mir aus auch von dem Fensterbrett, aber ich habe “Angst” vor dem Staub. Ich kann die Vorstellung nicht ertragen, dass der sich tief in meine geliebten Seiten “frisst” und sie frühzeitig vergilben lässt. Ein zweites Bücherregal passt nirgendwo hin. Also hilft nur noch eins: Eine neue Wohnung.
Bald!

Früher, da sah das ganze noch ordentlich aus- siehe hier. Das liegt nicht daran, dass ich wenige Bücher hatte, sondern dass die meisten in den Kisten auf der rechten Seite verstaut waren. Aber eine wirklich schöne Lösung war das auch nicht.

Bis Samstag läuft die Blogparade noch- für alle, die daran interessiert sind ihre Bücherecke vorzustellen. Alle, die bisher mitgemacht haben, sind auf Marcels Seite aufgelistet. Sehr spannend, besonders, um sich Inspirationen zu holen. Ich persönlich bin bei Eva hängengeblieben; ihre Regale sehen total schön aus, bieten viel Stauraum und gliedern sich perfekt in ihre Wohnung ein. Was bin ich neidisch!

Weihnachtsblogparade mit Gewinn

Posted on 2008 10, 01 by Lilly

Weihnachten- eine himmlische Zeit. Aber ist es nicht noch etwas zu früh, um sich darauf einzustimmen, trotz all der Lebkuchen, die schon wieder fröhlich in den Supermärkten herumstehen?
Gewiss. Aber es hat einen guten Grund, warum ich meine Weihnachtsblogparade schon heute starte. Dieses Mal geht es nicht darum ein paar Fragen zu beantworten, sondern eine Aufgabe zu erfüllen, die vielleicht etwas Zeit erfordert.

Ich suche bis zum 04.12.2008 eifrige Blogger und alle, die gern schreiben, um mir ein paar Weihnachtsgeschichten zu präsentieren. Ob in Form eines Märchens, einer kleinen Anekdote oder einer Kurzgeschichte: es ist vollkommen egal.
Die besten Beiträge möchte ich hier auf meiner Seite präsentieren, um meinen Lesern die Weihnachtszeit etwas zu versüßen.

Folgende Einschränkungen gibt es:

 

  • Die Geschichte sollte nicht länger als 2 Wordseiten á 12’’ Times New Roman umfassen, da sich nur wenige Leser die Zeit nehmen einen langen Beitrag am Bildschirm zu lesen
  • Das Hauptthema lautet Weihnachten, Liebe und Poesie. Das bedeutet nicht, dass ihr über die Liebe schreiben müsst, aber es sollte etwas sein, was das Herz erwärmt und nicht in einer Katastrophe endet
  • Daraus hervorgehend würde ich ungern Geschichten veröffentlichen, die blutig und uncharmant sind.

 

Ich hoffe auf eine rege Teilnahme, auch wenn diesmal etwas Einsatz gefordert ist.
Ihr müsst kein Talent für das Schreiben haben oder euch besonders für Literatur begeistern. Jeder Schreiberling ist willkommen.
Damit das ganze nicht umsonst ist – und ihr vielleicht ein wenig mehr Motivation habt, habe ich einige Gewinne ausgeschrieben. Diese verlose ich an die drei besten Texte.

Um das ganze noch schmackhafter zu machen, werde ich die nächsten Tage einige Bilder folgender Preise einstellen:

  • ein Beedle the Bard-Paket: neben dem neuen Rowling Buch bekommt ihr alles, was die Leseatmosphäre perfekt macht.
  • ein Kultur-Paket: In diesem findet ihr zwei wundervolle Bücher aus einem Kleinstverlag und umfasst das Motto: „Etwas für’s Herz, etwas für den Geist und eine Kleinigkeit für den Gaumen.“
  • eine todschicke Buchtasche

Umfrage: the tails of Beedle the bard

Posted on 2008 08, 29 by Lilly

Der neue Rowling - Deutsch oder Englisch?
Deutsch
Englisch
Auswertung


Wie bereits angekündigt werde ich das “neue” Buch von J.K. Rowling in meiner nächsten Blogparade verlosen. Es wird demnächst erscheinen. Das Cover der englischen Ausgabe steht schon fest - und spricht mich persönlich sehr an. Das deutsche bleibt eine Überraschung, die hoffentlich positiver wird, als die lächerliche Übersetzung: “Die Märchen von Beedle dem Barden”.

Nun kann ich ja nicht von mir auf andere schließen, weshalb ich gern wissen würde welche Ausgabe ihr euch zulegen werdet bzw. im Falle eines Gewinns lieber hättet:

Nur für dich, lieber Jochen

Posted on 2008 08, 10 by Lilly

Verzeih, wenn ich dich duze, aber ich bin gern unverschämt und denke dass Literatur verbündet, verbrüdert – und sprachliche Hierarchien in der Welt der Träume einfach nicht angebracht sind.
Oder?

Liebe Leser, bitte wundert euch nicht. Dies ist mal wieder ein Blogparade, gestartet von Jochen Mai. Er möchte wissen welche Bücher wir ihm als Urlaubslektüre nahe legen würden.
Nun bitte nicht genervt aufschreien, denn diejenigen unter euch, die mich einigermaßen kennen, werden wissen womit ich nun wieder anfange.

Die Stieg Larsson Trilogie.

Manch einer denkt bestimmt: „Ach komm, das ist ein handfester, dicker Krimi. Da kommt doch keine Urlaubsstimmung auf.“
Aber ich denke für dich, Jochen, ist es genau das richtige. Ich hab zwar das Gefühl, dass du die Bücher schon kennst, nehme das Risiko aber gern auf mich, da ich nicht zulassen kann, dass der gute Schwede ungelesen bleibt.

Der Protagonist des Romans, Mikael Blomquist, ist wie du Wirtschaftsjournalist. Das bietet sicher reichlich Identifikationspotential.
Nun will man ja nicht auch noch im Urlaub mit seinem Berufsleben konfrontiert werden. Und man wird es auch nicht. Zumindest nicht ausschließlich.
Nach einer heiklen Verleumdungsaffäre zieht Mikael sich zurück, nimmt einen privaten Auftrag als Ermittler in einem Mordfall an und versucht dabei in der schwedischen Idylle wieder zu sich zu finden und sich zu rehabilitieren.
Obwohl das Thema ernst ist, schafft das Buch eine Wohlfühlatmosphäre. Der Leser ist umzingelt von Wasser, Kaffee, Kuchen, Laptops und Zeitschriften.
Erholung und Entspannung. Ein prima Mix, denke ich.

Genauer rezensiert habe ich seinen ersten Teil „Verblendung“ hier.

Nun weiß ich nicht wie viel du im Allgemeinen ließt oder wie lange dein Urlaub dauert. Aber da es drei Teile gibt, die an die 800 Seiten haben, wir Langeweile nicht aufkommen.
Natürlich ist auch jedes Buch für sich eine abgeschlossene Geschichte. ( und die ersten beiden Teile sind mittlerweile als Taschenbuch erschienen, was sich im Koffer sicherlich besser macht)

Als perfekte Ergänzung empfehle ich die Lebenshilfe schlechthin: “The law of attraction” von Esther und Jerry Hicks.

Das Wort „Lebenshilfe“ an sich schreit ja schon danach veralbert zu werden – und die meisten Bücher in diesem Bereich sind auch schlicht und einfach, und da wird mir jeder Recht geben, Schrott.
Dieses ist es auf dem ersten Blick auch, da es leicht esoterisch angehaucht ist.
Allein beim Ausdruck „die kosmischen Gesetze“ musste ich die Augen verdrehen.
Alles in allem ist es aber kein Geschwafel, was man darin findet- sondern eine handfeste Einleitung in die Quantenphysik. Wie der Glaube Berge versetzen kann, und zwar nicht im Bereich Hoffnung und Wunschdenken, sondern wirklich wissenschaftlich.
Alle Materie strahlt Energie aus. Energien wirken aufeinander, reagieren – erschaffen unsichtbare Wellen. Nunja, ich hör damit lieber auf, denn ein Experte bin ich nicht.
Dennoch, warum glaubt jeder an die Lichtenergie und deren Wirkung und nicht an die Energien, die jeder einzelne Mensch ausstrahlt?
Mit entsprechendem Bewusstsein können wir uns viele physikalische Vorgänge zum Nutzen machen und unser Leben entscheidend prägen.

Wann hat man eher Zeit sich auf solche Dinge einzulassen, als im Urlaub?

Ich hoffe du wirst die richtige Lektüre für dich finden und deine freie Zeit genießen.
Komm heil wieder nach Hause und berichte bei Gelegenheit von deiner Reise!

PS) Schnorchel und Sonnencreme nicht vergessen ;)

And the winner is …

Posted on 2008 07, 30 by Lilly

Lazy!
Sein Beitrag zur Blogparade hat mir am besten gefallen, weswegen ich ihn hier veröffentliche.
Zur Weihnachtsblogparade wird er unabhängig zu seiner Teilnahme einen kleinen Preis erhalten. Sicher, das Wetter lässt nicht gerade Weihnachtsstimmung aufkommen, aber du darfst dich freuen Lazy. :-)
Und wir freuen uns über deinen Artikel:


“Um das Angebot der Blog Paraden-Teilnahme von Torsten sowie Lilly nachzukommen und auch, weil ich Lesen als wirklich wichtig ansehe,


werde ich kurz mal probieren, einen Beitrag zu dem Thema Bücher zu schreiben. Was mir sicherlich recht einfach fallen wird, denn wenn es um Bücher geht bzw. Lesestoff allgemein, habe ich schon so viel durch. Es gibt gute Bücher, interessante, gute interessante, spannende oder eben nur informative, all dies und noch interessanter ist es, das ein jeder ein Buch anders empfinden kann. Vermutlich weil Bücher den Leser (sofern sie es schaffen) meist berühren.

Man taucht ab in eine Phantasiewelt, kann seine Gedanken um Themen kreisen lassen, die man sonst nicht er/aus/miterleben darf und kann - vermutlich auch nicht einmal daran denkt. Ebenso lernt man ja doch immer irgendetwas und es gibt nichts schöneres als ein Buch bzw. ein Schreiberling, der es schafft, das Interessante und Spannende mit Lehrreichem zu verpacken, das den Leser an die Seiten fesselt.

Angefangen mit dem Lesen habe ich als ich ca. 7 Jahre alt war; es geschah aus Langeweile, ich konnte nicht schlafen also schnappte ich mir ein Buch vom Bücherregal und habe dieses “Lesending” einmal ausprobiert. Seit dem Zeitpunkt wurde und bin ich süchtig danach. Eine Woche ohne ein Buch kann wirklich schrecklich sein.

Erst las ich Karl May, von Winnetou bis hin zu Kara Ben Nemsi und Rih, danach und zwischendrin Burg Schreckenstein bis Die Drei Fragezeichen. Irgendwann kamen dann die ersten Krimis, Thriller, Fantasy-Romane und am Ende ebenso Wissenschaftliche Werke und Abhandlungen von Themen, die einen eben interessieren. Manchmal bin ich enttäuscht, manchmal begeistert von Büchern, denn nicht jedes Buch schafft es, einen zu fesseln. Manch ein Plot ist eine schamlose Kopie eines anderen Buches, man ein Thema ist schon zu oft gelesen worden; aber es gibt immer wieder Bücher, die in meine Top100 einzug halten.

Lesen bildet, eine Aussage der ich nur zustimmen kann und es ist wirklich enorm schade, das die Jugend nowadays sich nur noch selten ein Buch schnappt und sogar stolz sind, wenn sie behaupten, noch nie ein Buch gelesen zu haben. Prima. Video killed the Radio Star. Multimedia killt den Rest. Nicht so ganz, vermutlich ist es auch oft nur ein großer Drang nach Faulheit oder eben, ganz unsachlich, pure Dummheit. Immerhin gibt es immer noch Jugendliche, die gerne lesen (siehe Verkaufscharts von Eragon, Harry Potter oder paar anderen Büchern), und dies macht einen dann wenigstens noch etwas froh.

Um es noch zu erwähnen, ich bin ein schrecklicher Mensch in Sachen “Lesen”. Das Problem ist, ich lese zu schnell, wenn andere eine Seite fertig haben, bin ich mit der zweiten Seite fertig, und diese Verzögerungen machen mich nervös und ungeduldig - leider auch manchmal zickig und genervt. Ein Beispiel wäre, wenn jemand mit mir eine Internetseite aufruft um sich dort etwas auszuwählen (Amazon, Amango usw.), es dauert und dauert, dabei habe ich alle angezeigten Auswahlmöglichkeiten schon aufgenommen und warte und warte.. am Ende bin ich dann voller Ungeduld und natürlich leicht genervt, was man bei mir mitbekommt. Es tut mir oft leid, aber ich bin wohl einfach einer der Menschen, denen vieles sehr schnell langweilig wird.

Genauso schlimm verhält es sich mit Büchern - reizt es mich, lese ich es, so schaffe ich ein Buch mit 500 Seiten an einem Tag, wenn ich nur will. 3 Tage wären dann der Standardablauf für so ein 500er Seiten-Lesewerk. Ich komme deshalb auch nur selten mit meinen Bücherreviews nach.. oft fehlt mir die Lust, an 1 bis 2 Tagen über 3 bis 5 Bücher ein Review bzw. Fazit zu schreiben, auch denke ich mir, es sähe manchmal ein wenig seltsam aus.

Lesen fördert den Geist, die Phantasie und formt den Charakter ein wenig mit, oder nicht?”

Auswertung der Blogparade

Posted on 2008 07, 29 by Lilly

Langsam wird es an der Zeit meine Blogparade vom 11.Juni auszuwerten, die meiner Meinung nach ein voller Erfolg war. Wow, ich hätte niemals mit so vielen interessanten Artikeln gerechnet.
Worum es ging fasst Eugen kurz zusammen:
“Zur Wahl stehen, Dan Brown ein Shootingstar der amerikanischen Unterhaltungsliteratur oder William Shakespeare, ein Virtuose seiner Sprache, ein Mann der in der Lage ist, neben dem eigentlichen Drama, eine ganze „Kulisse aus Worten“ zu schaffen.”


Gut, nicht zwischen den zwei ehrenwerten Autoren sollte entschieden werden, sondern ein entweder-oder der Lesegewohnheiten aller Blogger war gefragt.
Die Ausbeute ist erstaunlich, wenn man schaut welche Blogs sich unter anderem beteiligt haben:


Gerrit
Käthe
Read it
Katha
Seychella
Nina
Melli
Bioschokolade
Boris Stumpf
Alltagsgrauen
Sebastian
Zeitsturz
Julia

Es ist natürlich schwierig alle Antworten hier zusammenzufassen und der Mühe jedes einzelnen gerecht zu werden. Also klickt euch am besten selbst durch die verschiedenen Blogs. Es lohnt sich, was auch Eugen so sieht:
“Sie hat ihren Zweck, in jeder Hinsicht erfüllt. Durch die Parade bin ich auf einige neue Blogs, die meine Interessen teilen, gestoßen.”

“Gehört ihr noch zu der Kategorie Bücherwurm oder hat die Multimedia-Welt euch fest im Griff?”, wollte ich wissen.
“Ich finde das schließt sich gegenseitig nicht aus. Ich finde das Web 2.0 und die stärkere Nutzung des Internets wirklich gut und lese auch viel am PC, grade die Onlineauftritte von Zeitungen. Aber ein ganzes Buch würde ich nicht am PC lesen. Am tollsten ist es doch in der Bücherei sich ein Buch auszusuchen und es dann zuhause gemütlich aufzuschlagen und förmlich darin zu versinken.”, meinte man auf anhaltspunkt.wordpress.com
So ähnlich haben das die meisten gesehen. Nur einmal habe ich eine Antwort gelesen, die ich bei Bloggern, die diese Blogparade interessant finden, nicht erwartet hätte:
“Mittlerweile ist mein Lesekonsum aufgrund zunehmender Konkurrenz durch alternative Medien (Film, TV, Internet und Musik) bei gleichzeitig weitaus weniger Freizeit bedauerlicherweise stark zurückgegangen.”, sagt Martin

Die Frage nach Hardcover oder Taschenbuch wurde überall unterschiedlich beantwortet.
Auf Neon Wilderness meint man:
“Taschenbuch. Ist billiger. Außer ein Taschenbuch gefällt mir sehr gut, dann kann es auch schon vorkommen, dass ich mir das schöne Hardcover kaufe, und es ungelesen ins Regal stelle.”
Andere Blogger sahen das ganz anders- klar, die Geschmäcker sind halt verschieden.
Genauso wie einer am liebsten die Bestseller ließt, jemand anderes mehr auf Klassiker steht. Wir hatten alles dabei.
Der Betreiber von bestseller-romane.de hat die klassische Literatur erst in letzter Zeit schätzen gelernt:
“Ich muss zugeben, ich habe Dan Brown gelesen und Shakespeare gekickt, damals im Englischunterricht, als wir uns einen Sport daraus machten, uns durch den Unterricht zu mogeln, ohne die Bücher zu lesen (was erstaunlicherweise meist problemlos funktionierte). Nachdem die Schule und fiese Lehrer mir einige Jahre lang die Lust an Literatur verdorben hatten (die ich geradezu verschlungen hatte, bevor sie dann zum Unterrichtsstoff mutierte), las ich jahrelang fast nur noch Krimis und Sachbücher. Letztere hatte ich früher immer links liegengelassen und hatte jetzt etwas nachzuholen.”

Erstaunlicher Weise haben Ebooks bei den meisten keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Einerseits denke ich “verständlich”, schließlich mag ich diese “Bücherform” auch nicht. Andererseits muss es ja Menschen geben, die diese konsumieren; wie sonst sollte man all die Anbieter erklären?
Eng einhergehen tut das mit der letzten und für mich interessantesten Frage: “Seht ihr im guten, alten Schmöker eine Zukunft oder werden Bücher kommenden Generationen bald gänzlich fremd sein?”
Torsten meint dazu:
“Ich denke schon, dass es auch weiterhin Bücher in Papierform geben wird. Die wenigsten haben Lust darauf, stundenlang auf einen kleinen Monitor zu schauen und die Augen dermaßen anzustrengen. Außerdem ist es einfach ein besonderes ‘Feeling’, es sich mit einem guten Buch in einer angenehmen Atmosphäre gemütlich zu machen und in die Geschichte des Buchs einzutauchen.”
Etwas zurückhaltener drückt Eugen sich da aus:
“Ich schätze, dass der Konsum von Büchern zurückgehen wird. Wobei ich nicht glaube, dass Bücher vollkommen vom Markt verdrängt werden. Das Buch bzw. die neue Literatur wird sich dem Markt bzw. Kunden einfach anpassen. So wie die meisten Bestsellerromane es tun (Feuchtgebiete).”

Am meisten bewegt hat mich die Aussage von Pillenknick:
“So lange es Bücher gibt, wird die Welt nicht untergehen.
[…]
So lange Geschichten erzählt werden, sind die Bücher nicht tot. keine html-Ausgabe am Bildschirm kann den duft nach altem Papier, die vergilbten, leicht rauen Seiten ersetzen, kein Klick auf “weiter” kompensiert das Rauschen und Rascheln beim Blättern im Buch, kein Schließen des Browsers oder Abschalten des Ebook-Anzeigegeräts ist auch nur annähernd so sinnlich wie das satte Plopp eines zugeklappt werdenden Buches - und handschriftliche Notizen kratzen nur auf Papier und hinterlassen dauerhafte spuren”
Dem stimme ich mit leuchtenden, fast tränennassen Augen 100%ig zu  

Eine ähnlich süßen Kommentar habe ich im Sockenblog gelesen:
“Ich lese viel und gern, die ganze Zeit. In Büchern, Blogs, Comics, Foren und Zeitungen bin ich zu Hause und verschlinge alles, was mich interessiert. Angefangen hat das so im Alter von sieben als ich gelernt habe, die verschiedenen Buchstaben auseinander zu halten. Damals hat meine Mutter zusammen mit unserem Au-pair extra für mich ein Buch geschrieben, in dem nur 24 der 26 Buchstaben aus dem Alphabet vorgekommen sind - das “u” und das “z” konnte ich noch nicht. Ich habe das Buch wahnsinnig oft durchgelesen und seit dem hat mich das geschriebene Wort nicht mehr losgelassen.” 

Ich kann es nur wiederholen: Klickt euch selbst durch und schaut, was der allgemeine Blogger zum Thema Bücher und Lesen zu sagen hat. Es ist teilweise echt wunderschön, was der Einzelne schreibt.
Mein favorisierter Text wurde hier bisher noch nicht erwähnt. Wie angekündigt wird der Artikel hier vollständig und seperat veröffentlicht. Heute gegen Abend. Habt Geduld!

Die nächste Blogparade werde ich dann zur Weihnachtszeit veranstalten und kleine Weihnachtsgewinne mit ausschreiben. Ich würde mich freuen, wenn ihr wieder alle mit von der Partie seid.


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