Archive for the ‘Blogparade’ Category
Schlechte Bücher faszinieren auf ihre Weise, sagt Sternwanderer und nimmt damit Stellung zu Rubriken wie überschätzte Bücher im Bücher-Magazin oder zu Diskussionen wann, wie und ob ein Buch als schlecht bezeichnet werden darf oder nicht, wie sie z.B. hier auf lillyberry.de stattgefunden haben.
Im Rahmen dessen startet sie Ihre erste Blogparade, in der sie von Ihren Lesern wissen möchte, wo sie ihre Messlatte in der Bewertung von Literatur anlegen.
Oder kurz: Was macht ein gutes Buch aus?
Diese Frage habe ich einmal in 10 Punkten beantwortet:
- Charakter
Die Charaktere eines Buches sind für mich ausschlaggebend. Werden sie zu platt beschrieben, sind sie größtenteils unsympathisch oder gar leidenschaftslos, dann fehlt die Identifikation.
- Tiefe
Ich möchte keine endlosen Natur- und Handlungsbeschreibungen. Ich möchte verschiedene Blickwinkel einnehmen dürfen, mal Gott sein und von oben auf die Welt schauen, im nächsten Moment aber wieder im Inneren meines Helden sitzen.
- Setting
Für mich ist es ziemlich wichtig, wo der Roman spielt. Ich gebe zu- ich habe Vorurteile. Ich lese lieber von fantastischen Welten oder von fremden Ländern, als vom Supermarkt um der Ecke.
… egal welches, und begründe es dann. Das wünscht sich die Bücherwurm-Melli von ihren Lesern in ihrer neuen Blogparade.
Sich auf ein einziges Buch festzulegen ist gar nicht so einfach. Und ich denke genau darin liegt der Reiz dieser Aufgabe. Wenn man sich auch nicht auf ein Lieblingsbuch festlegen kann, ist es trotzdem interessant zu erfahren, welcher Roman nachhaltig beeindruckt hat.
Zumindest gehe ich davon aus, dass die meisten Beiträge sich um tolle, ja großartige Bücher handeln werden.
Was habe ich mir ausgesucht? Wer mich kennt, weiß, dass ich zu den Menschen gehörte, die ein Lieblingsbuch haben; eine unangefochtene Nummer eins:
Das Hotel New Hampshire. Und genau das nehme ich mir jetzt vor.
Worum geht’s?
Wer John Irving kennt, wird wissen wie ungeheuer schwer es ist eine Inhaltsbeschreibung zu seinen Bücher zu verfassen. Man möchte meinen er schreibt über alles, ohne den Zusatz und über nichts.
Seine Geschichten sind häufig Abhandlungen über Generationen und haben ihren Schwerpunkt eher in der Entwicklung einzelner Charaktere, als in einer runden Plotführung.
In diesem Roman geht es um Vergewaltigung, Tod, Prostitution, Terrorismus, Inzest, Schauspielerei, Suizid, Feminismus, Bären und auch um Schriftstellerei.
Das Hotel New Hampshire ist eine Familiengeschichte, die im Wandel der Zeit die Schrulligkeit und die Dämonen jeder Figur genau beleuchtet.
Autsch! Gleich zwei Attacken. Einmal wurde ich von Kari und einmal von Melli beworfen und komme somit sogar auf sechs, statt auf drei Fragen.
Die Regeln:
Der Beworfene muss die drei Fragen im Stöckchen beantworten, sich anschließend drei neue Fragen ausdenken und das Stöckchen an drei Personen seiner Wahl weiterwerfen, die dann die neu ausgedachten Fragen beantworten, sich ebenfalls drei Fragen ausdenken und dann weiterwerfen…
Die Fragen finde ich interessant und sie haben auch weitesgehend etwas mit Büchern zu tun. Also los:
1. Bei welchen Büchern hast du Tränen vergossen? Aus welchem Grund? Freude, Trauer oder Mitgefühl?
Lyra fragt in ihrer Blogparade worin wir den Sinn sehen ein Buch zu lesen; was genau die Faszination ausmacht. Ein Thema rund um das Buch das den Antrieb der Leser ergründen will. Eine mehr als interessante Fragestellung, wie ich finde. Und eine äußerst kniffelige. Ideal, um weit auszuholen.
Ich lese meist am Abend und am Morgen in meinem Bett. Am Abend hilft es mir abzuschalten, die Sorgen des Tages zu vergessen und zu Ruhe zu kommen, während es mich morgens antreibt und unterhält, bis sich mein Kreislauf stabilisiert hat und ich wach genug bin einzuschlafen.
Stattdessen könnte man natürlich auch TV schauen, durch eine Zeitschrift blättern, mit der besten Freundin telefonieren oder Musik hören.
Warum also lesen?
Doch zunächst einmal – was lesen?
An erster Stelle stehen bei mir natürlich Romane. Ich liebe Fiktionales, ich selbst möchte Schriftstellerin werden und nicht zuletzt heißt mein Blog Wir werden Romanautoren.
Ob Krimi, etwas Historisches, Fantasy oder Klassiker, auf meinem Schreibtisch liegen die verschiedensten Genres. Meist mehrere Bücher gleichzeitig.
Im zweiten Teil der Blogparadenauswertung möchte ich die gestellten Fragen für mich beantworten und Euch meine Sommerbücher präsentieren.
Ich führe (nicht mehr) genau Statistik über alles, was ich lese, aber ich würde sagen, dass ich im Sommer schon mehr lese, als im Winter. Gerade wenn es sehr heiß wird, bin ich faul und mag nichts lieber tun, als mich mit einer kalten Cola in den Schatten setzen, um zu lesen.
Im Winter kommt man nach Hause, es ist dunkel und man hat das Gefühl der Tag wäre schon vorbei. Außer duschen, essen und mich vor dem Fernseher oder den PC zu setzen passiert rein lesetechnisch dann nicht mehr viel bei mir.
Ich wohne am Meer und verbringe daher auch eine Menge Zeit am Strand. Je nachdem wo ich bin, kann es aber schnell mal langweilig werden die Leute zu beobachten (z.B. an Dorfstränden – da sind nur wenige unterwegs) oder nur meinen eigenen Gedanken zu lauschen. Das heißt, dass ich auch dort viel lese – insbesondere wenn ich mit der ganzen Family und Bekannten dort bin. Das wird dann grundsätzlich ein Tagesausflug und da brauche ich ziemlich schnell Abwechslung von Sonne und Sandkörnchen.

Auf
himmelsblau.org läuft noch ca. 1 1/2 Wochen eine interessante Blogparade, die sich mit Klassikern der Literatur beschäftigt.
Betreiberin Missi hat dazu einige Fragen gestellt, die jetzt mal spontan beantworten werde:
Welche Werke fallen Euch ein, wenn ihr an Klassiker der Literatur denkt?
Wenn ich an Klassiker denke, dann überlege ich in erster Linie, wann denn ein Buch klassisch wird und wer es als solches benennt. Gibt es da Grenzen und Absteckungen, oder ist die Beurteilung jedem selbst überlassen?
Werke, die mir als erstes einfallen:
- Goethe – Werther und Faust
- Lindgren – alle Bücher, besonders aber Pippi
- Hemingway – Der alte Mann und das Meer
- Fitzgerald – der große Gatsby
- Jane Austen – alle Romane
Ihre Liebesgeschichte begann erst danach: sie bekam Fieber, und er konnte sie nicht nach Hause schicken wie die anderen Frauen. Er kniete an ihrem Bett, und es fiel ihm an, dass jemand sie in ein Körbchen gelegt und auf dem Wasser ausgesetzt hatte. Ich habe schon gesagt, dass Metaphern gefährlich sind. Die Liebe beginnt mit einer Metapher.

Was verbinde ich mit dem Frühling? Leichtigkeit vor allem. Die Vögel zwitschern, die Welt ergrünt, die Sonne kitzelt einem schon morgens im Bett die Nase- alles Graue fällt von einem ab, man hat das Gefühl zu schweben. Allein das Wort „Leichtigkeit“ trieb mich dazu das Buch in die Hand zu nehmen und für emp’s Frühlingsblogparade zu lesen.
Dass das Buch einen wortwörtlichen Bezug zum Frühling hat, habe ich erst später bemerkt. Nicht die Jahreszeit, aber die historische Phase des „Prager Frühlings“ mit politischen Verfolgungen, Abstieg von Intellektuellen und die schrittweise Enteignung der Leute bildet den Rahmen der Handlung.
Im Hintergrund dieser Kulisse erzählt der Autor von der Liebe zwischen der Kellnerin Teresa und dem Chirurgen Tomas. Tomas, treulos, geschieden und dominant fühlt sich zu der jungen Frau hingezogen und abgestoßen. Er liebt sie, gleichzeitig aber trauert er um seine Freiheit und Unabhängigkeit.
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