Archive for the ‘About me’ Category

Meine erste Veröffentlichung

Posted on 2008 09, 16 by Lilly

Meine erste Veröffentlichung steht zur Adventszeit an. Eigentlich ist es keine große Sache, nein ganz im Gegenteil, aber ich freue mich tierisch.
Ich habe einfach mal so aus Spaß ein Gedicht, welches meinem Partner gewidmet war, an die Brentano- Gesellschaft in Frankfurt am Main gesendet.

Gestern erhielt ich folgende postalische Nachricht:

[...]
Die Edition bietet einen repräsentativen Querschnitt durch die literarische Kultur unserer Gesellschaft. Die Herausgeberin sucht daher auch gerade nach Beiträgen noch nicht entdeckter Autoren, die ihre literarische Karriere noch vor sich haben.
Wir freuen uns besonders, dass ihr Beitrag zum Abdruck aufgenommen wurde, und ich darf ihnen dazu gratulieren!
[...]
Die Frankfurter Bibliothek gehört zu den am meisten verbreiteten Lyrikveröffentlichungen der letzten Jahrzehnte. Sie wird weltweit in den bedeutendsten Bibliotheken eingestellt, z.B. in der Wiener Staatsbibliothek, in der Schweizer Nationalbibliothek, in der Französischen Nationalbibliothek und in der National Library of Washington.
Nochmals Gratulation zu diesem Erfolg! Wir freuen uns sehr, dass Sie zu den in einem Standartwerk neuer Lyrik publizierten Autoren zählen werden.

Und das hier war mein kurzer Beitrag:

Ewigkeit

In der Fantasie der Ferne liegt die Zeit
Der Winter geht, der Frühling offenbart


sein buntes Kleid
Wärme liegt in der Luft

Goldenes Erwachen in sich trägt der
Morgen
Wir sind zusammen, niemand muss sich
mehr sorgen
Ein Hauch von Ewigkeit, der Liebe Duft

Wenn die Sehnsucht ruft …

.
.

Grafik für mein Cover

Posted on 2008 09, 09 by Lilly


Da ich vorhabe nächstes Jahr meinen Roman zu veröffentlichen, habe ich mir schon langsam Gedanken um die Covergestaltung gemacht.
Eigentlich zu früh. Ich bin noch in einer Phase in welcher ich mich ausschließlich auf’s Schreiben konzentrieren sollte, aber es ist einfach zu verlockend.
Ich habe Kontakt mit einer netten Britin, die mir ein Angebot für eine wunderschöne Grafik gemacht hat. Ich werde mich daran dumm und dusselig zahlen, aber ich denke das ist es mir wert.
Oben habe ich einen klitzekleinen Ausschnitt als Vorgeschmack gepostet.

Gedanken um Glaubwürdigkeit

Posted on 2008 08, 13 by Lilly

Ich habe lange überlegt, mich aber trotzdem dazu entschlossen hier einen eher intimeren Tagebucheintrag zu veröffentlichen:

Ich kann nicht mehr vernünftig schreiben. Was ist los? Wo sind die Morgen, an denen ich fröhlich von der Leber schnacken konnte?

Habe ein paar verworrene Gedanken gedacht. Seit Wochen nun schon. Sie haben keine Hand und kein Fuß, nichts was irgendwie belastend wäre. Aber es ist auffällig.
Liebe. Beziehungen. Wozu? Was ist es?
There’s nothing as pure love. Unsere Liebe ist nicht rein. Egoismus.
Gut, nichts ist nicht egoistisch. Wir können nur von unserem “point of view” handeln; selbst wenn wir in der Lage sind uns in andere Menschen hineinzuverstzen, ist es trotzdem noch unser Geist, der da herumwandert.

Ist die Liebe nicht eine Art Zweckbeziehung? Nicht bewusst. Aber auch nicht wirklich unbewusst.
Aber wenn man liebt, dann macht man sich selbst zum besseren Menschen. Man arbeitet an sich. Man verkauft sich als die Person, die man gern sein möchte.
Ein Abbild von sich. Ein Abbild, was bewundert, wiedergeliebt werden soll.

Kennt eine Person unser wahres Ich – ich meine nicht dieses Ich, was sich aus ewiger Zweisamkeit ergibt, sondern das innere, ganz intime – auch unterbewusste Traum-Ich, dann wird sie wohl kaum noch reizvoll erscheinen.
Zeigt eine Person all ihre Abgründe – ist so bedingungslos ehrlich und vertrauenswürdig, dass wir es nicht mehr für nötig halten nach unserem besseren Ich zu streben, wird diese genauso uninteressant.

Lieben ist so schön. Es macht Spaß. Es hat eine Menge Vorteile. Man träumt viele Träume. Und in der Tat, man begehrt das Gegenstück. Man möchte es unversehrt, unverletzt – in Watte gepackt und glitzernd wie der Staub von gemähten Feldern im Spätsommer.
Aber irgendwo ganz tief in uns drin wollen wir uns … uns als Abbild eines Ideals.
Ein Ideal, welches sich in der Liebe ergibt.
Anders ausgedrückt: Wir lieben die Person, die uns wachsen lässt. Die ein Vorbild ist, für immer ein ungelöstes Rätsel bleibt.
Alles andere ist nur Nettigkeit und körperliche Anziehung.

Eine andere Frage, die mich seit einigen Tage beschäftigt:
Ist es von Bedeutung welcher Nationalität ein Autor angehört? Oder anders: Sind deutsche Autoren, die ihre Handlung ins Ausland versetzen, glaubwürdig?`
Ich sehe mich nicht als Deutsche. Der einzige Fleck Erde in diesem Land, wo ich mich wirklich wohl fühle, ist meine Heimatinsel und mein Rostock.
Gegenden mit viel Wald, von der salzigen Ostsee umzingelt – mit den meisten Sonnenstunden im Jahr.
Menschen mit rauhen Charakteren, schwedischen Wurzeln und bescheidenen Leben. Wie heißt es so schön? “Hier bin ich Mensch, hier will ich sein.”
Nun ist es natürlich nicht schwer einen Roman in dieser Kulisse spielen zu lassen – aber nicht diesen Roman. Nicht diese Geschichte, nicht dieser Charakter. Die Nord-Ostdeutsche Küste wird dem, was ich zu erzählen habe, was ich ausdrücken möchte nicht gerecht.
Also bleiben wir bei der Realität. Eine Neuseeländerin bleibt eine Neuseeländerin. Wir schicken sie nach Afrika und lassen sie ihre Erkenntnisse ziehen.
Platz für Spannung? Viel!
Aber glaubwürdig? Ich weiß nicht.

Ich habe seit einiger Zeit Emailkontakt mit einer lieben Autorin. Sie gibt mir wertvolle Tipps- nicht aufdringlich, nicht besserwisserisch – einfach nur das, an was sie wirklich glaubt, was Experten ihr geraten haben.
Sie meinte das beste was sie mir raten könnte, ist meinen Roman in Deutschland spielen zu lassen. Es wäre nicht nur wichtig für mich, weil es mehr Identifikation bietet, sondern auch für die Verlagswelt.
Warum sollte jemand deutsche Autoren einkaufen, die das Ausland beschreiben, anstatt die (wahrscheinlich günstigeren) Rechte eines dort ansässigen Autors zu erwerben?
Ich weiß es nicht.

Aber Identifikation? Mit Deutschland? Das geht nicht. Ich fühle mich nicht Deutsch.
Ich habe nicht vor meine Nationalität zu verraten, aber ist Fiktion nicht frei von nationalen Grenzen? Ist es nicht die Fantasie und Kreativität, die sie zum Leben bringt?

Kurzfristig habe ich mir überlegt, meinen Wohnort einfach vorzuverlegen. Sprich – ich werde angeben, dass ich schon heute in Nordschweden lebe. Eine deutsche Autorin mit ausländischen Wohnsitz kann wohl etwas mehr überzeugen.
Aber das ist dumm (vor allem dumm, weil ich meinen studivz-Uniort vorschnell geändert habe).
Ich bin was ich bin – und ich will mit einer Geschichte überzeugen. Eine Geschichte, die ich für wirklich erzählenswert halte, nicht durch meine Person.
Ich werde mich schlichtweg weigern, mich durch mein Deutschsein in bestimmte Schubladen stecken zu lassen.

Warum sollte ich einen Krimi, der in München spielt besser rüberbringen können, als eine Identifikationsreise nach Liberia?
Ich kenne München genauso wenig wie Afrika – und kriminaltechnisch bin ich auch ein Anfänger.
Vielleicht müsste ich auch ein Mörder sein, um möglichst detaillgenaue Gefühle und Kriminalakte rüberbringen zu können?

Wer weiß. Ich weiß nur eines. Ich darf nicht enden wie Edgar Allen Poe. Das heißt Finger weg vom Alkohol!

… das hatten wir schon!

Ich bin nur ein Ideal. Ein Ideal der Gedanken von Person X.
Sie hält im Grunde nichts von mir. Ich könnte heute Nacht sterben und sie würde nicht eine Träne vergießen.
Meine Gefühle sind ihr egal – was ich brauche, was ich will – alles nicht wichtig.
Aber sie hat da diese Person im Kopf – ein Abbild einer jungen Frau. Eine junge Frau, die selbstbewusst, frech, clever und sympathisch ist. Gewiss, etwas zu neugierig, viel zu zynisch für ihr Alter, ein bisschen selbstverliebt und psychisch gestört. Aber verdammt attraktiv – ein Arsch wie ein Apfel, die Titten einer 15-jährigen und die Libido eines Mannes.
Eine Person, die man jede Nacht im Traum durchnehmen kann, ohne dass irgendetwas passiert. Ohne dass man sich verbrennt.
Aber herrgott! Ich bin es leid.
Ich will nicht deine Phantasie sein. Sei nicht so feige und rede gefälligst mit mir. Sieh den Tatsachen ins Gesicht und schau wer ich bin:
jämmerlich, unsicher, krank, innerlich verwahrlost, langweilig – und vor allem … vergeben (!!!)

Fernstudium: erster Monat

Posted on 2008 07, 22 by Lilly

Wie hier kürzlich berichtet, habe ich ein Fernstudium an der Cornelia Goethe Akademie aufgenommen.
Die ersten drei Lektionen habe ich nun bearbeitet und möchte ein kurzes Fazit ziehen.

Auf ca. 40 halbseitig bedruckten A4-Blättern wurde eine Reise durch die Literaturgeschichte von der griechischen Antike bis zur Moderne unternommen und die Antwort auf die Frage „Was treibt uns zum Schreiben?“ gesucht.
Zu meiner Enttäuschung wurde das ganze Thema ziemlich oberflächlich angepackt und ich habe mich die ganze Zeit gefragt „Wozu?“
Ich denke nicht, dass Literaturgeschichte wichtig ist, um selbst das Schreiben zu lernen. Wenn andere mich lehren wollen, dass es doch so ist- und ich hätte mich da nur allzu gern umstimmen lassen, dann hätte ich mir auch das Gesamtpaket gewünscht und nicht nur ein paar Stichpunkte, die sowieso noch aus Schulzeiten hängen geblieben sind.
Für die verschiedenen Epochen wurden jeweils folgende charakteristische Autoren und manchmal auch deren dazugehörigen, kennzeichnenden Werke knapp unter die Lupe genommen:

  • Sophokles – Antigone
  • Thomas Morus – Utopia
  • Lessing – Nathan der Weise
  • Novalis
  • Kafka

Für mich wichtige Vetreter – Goethe, hallo? – und Epochen wurden aber ausgelassen.

Die 2- 3 Aufgaben, die sich am Ende jeder Lektion befanden bezogen sich meist auf das bloße Zusammenfassen. Eine Zusammenfassung der Zusammenfassung also, was mir ziemlich unsinnig erscheint.

Zwei recht interessante Aufgaben- Erzählungen (bzw. wahlweise ein Dialog oder Gedicht) zu schreiben- waren aber auch dabei. In einer sollte man Bezug auf ein romantisches Bild von Caspar David Friedrich nehmen und in der anderen etwas zu einem frei gewählten Zeitungsartikel, in welchem es „menschelt“, schreiben.
Beide Texte gehen an meine Lektorin. Ich freue mich sehr auf ihr Feedback aber vom Lehrgang selbst bin ich insgesamt noch nicht sonderlich begeistert.
Als Fernstudium dürfte man das gar nicht titulieren, denn der Aufwand ist gering- und der Lehrinhalt steht der Unterhaltung in vielen Dingen nach.

Aber man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben und andersrum. Ich freue mich, dass ich eine Möglichkeit gefunden habe, die mich zu Schreibübungen motiviert und hoffe auf wertvolle Tipps in der Zukunft.

Fernstudium literarisches Schreiben: Ich habe mich angemeldet

Posted on 2008 07, 01 by Lilly

Nun ist es also offiziell. Ich hab mich mit dem Wind gedreht und meine Meinung über Bildung, die aufwendig finanziert werden muss, geändert. Die Cornelia Goethe Akademie hat meinen Zahlungsvorschlag akzeptiert und mir zugleich alle entsprechenden Unterlagen zugesandt. Ich habe bereits begonnen das erste Lehrheft zu bearbeiten.
Es ist einfach zu lesen, sehr unterhaltsam und die Aufgaben stellen (bis jetzt) noch keine Ansprüche dar. Ich vertraue einfach darin, dass sich das im Laufe der Zeit noch ändern wird.

Beim Lesen der Materialien beschleicht mich zwar das unangenehme Gefühl, dass ich das alles eigentlich schon weiß und man mit etwas Mühe und nicht einmal dem Bruchteil des Geldes, was die Akademie verlangt, das Ganze selbst herausfinden kann.
Andererseits muss man dann natürlich auch die Konsequenz aufbringen und sich selbst an Schreibaufgaben setzen, um zu üben.
Das fiel mir vorher am schwersten. Irgendwelche Texte schreiben- mit dem einzigen Ziel sich auszuprobieren.
Von der Akademie wurde mir eine Lektorin zugeteilt, die sich mir gestern vorgestellt hat. Ihr Name ist Cornelia Soltau, sie ist wie ich u.a. Soziologin (ok, ich selbst arbeite noch daran :) ) und 50 Jahre alt.
Ihr sende ich meine Texte zu- sie wird sie fachmännisch bearbeiten und mir ein Feedback geben. Das erhöht die Motivation- und obwohl ich nur für mich schreibe, ist es dennoch ein schönes Gefühl, wenn jemand anderes dies wertschätzt.

Vielleicht glaube ich alles zu wissen. Vielleicht wird mich auch noch oft das Gefühl beschleichen, dass es zum Fenster hinaus geworfenes Geld ist.
Dennoch bin ich mir sicher, dass ich am Ende mehr Kenntnisse und Erfahrungen haben werde als zum jetzigen Zeitpunkt. Und darüber hinaus auch ein offiziell anerkanntes Schriftsteller-Diplom.

Ich werde hier demnächst regelmäßig über meine Erfahrungen berichten.


« Older EntriesNewer Entries »




  • Archiv