Archive for März, 2012

“Die Schnäppchenjägerin” – lustig, romantisch, ein Muss für Shopping-Fans!

Posted on 2012 03, 31 by Katie
Rebecca Bloomwood, genannt Becky, ist ein echter Shopaholic. Für die junge Finanzjournalistin gibt es nichts Schöneres, als durch Londons Läden zu stöbern, die neuesten Modetrends zu entdecken und natürlich einzukaufen: ausgefallene Damenschuhe und -Stiefel, luxuriöse Kleider, Mäntel, Kosmetik und wunderbare Dekoartikel. Zu dumm nur, dass Becky eigentlich das Geld für die zahllosen Designerstücke und vermeintlichen Must-haves fehlt, von denen sie sich magisch angezogen fühlt. So kommt es, dass sie schon bald einen beachtlichen Schuldenberg angehäuft hat und alle Rechnungen ungeöffnet in die nächste Schublade wandern. Trotzdem kauft Becky unbeirrt weiter ein und schlittert dabei von einer kleinen Katastrophe in die nächste. Als sie einen Tages einen Finanzskandal aufdeckt und sich daraufhin mit dem attraktiven Luke Brandon, dem Chef einer großen Londoner PR-Agentur, anlegt, wird alles noch viel turbulenter und komplizierter. Aber Becky wäre nicht Becky, wenn sie keinen Ausweg finden würde!

“Die Schnäppchenjägerin” ist der erste Roman aus Sophie Kinsellas beliebter “Shopaholic”-Romanreihe und ein echtes Muss für alle Leserinnen, die auf britischen Humor, eine chaotisch-liebenswerte Heldin und natürlich Shopping stehen. Ein kleines Stück von Becky Bloomwood dürfte wohl in jeder Frau stecken und ebenso kennt jeder die großen und kleinen Fettnäpfchen, in die die Protagonistin immer wieder zielsicher tritt. Beckys Erlebnisse sind unglaublich komisch und werden von Sophie Kinsella absolut unwiderstehlich erzählt, wobei die britische Erfolgsautorin durchaus auch mal ernstere Töne anschlägt – schließlich ist die junge Protagonistin bei Licht betrachtet kaufsüchtig und manövriert sich immer wieder in skurrile und schwierige Situationen. Auch die Romantik kommt im Roman nicht zu kurz, denn natürlich funkt es bald zwischen Becky und Luke.

Jeder, der Trends und Designerkleidung liebt und ebenfalls gerne hochwertige Marken wie zum Beispiel Gabor kauft, wird Beckys Begeisterung beim Einkaufen nachvollziehen können, mitlachen und mitfiebern. “Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin” ist ein warmherziger, sehr humorvoller und rasant erzählter Roman für Shopping-Fans, der von der ersten bis zur letzten Seite ausgezeichnet unterhält und den man nicht mehr aus der Hand legen mag.

Andreas Rebers: „Der kleine Kaukasus“

Posted on 2012 03, 30 by Nina
Quelle: WortArt

Quelle: WortArt

Andreas Rebers zählen momentan viele zum Besten, was das deutsche Kabarett zu bieten hat. Wer den Künstler jedoch einmal von einer ganz anderen und privaten Seite erleben möchte, der sollte sein Buch „Der kleine Kaukasus“ lesen. Er beschreibt darin mit viel Einfühlungsvermögen und natürlich einer gehörigen Portion Humor seine Kindheit im Weserbergland in den 1960er Jahren.

Solch eine Kindheit ist an sich natürlich nicht wirklich etwas Besonderes, jedoch kann man dies auf jeden Fall von der Familie Rebers behaupten. Der Kabarettist lässt den Leser anhand von Anekdoten an einem Stück seines Lebens teilhaben, wobei er niemals die Grenze des zu Privaten zu überschreiten scheint. Die fiktionalen Momente, die hier und da geschickt eingeflochten werden, tragen sicherlich auch dazu bei.

Es ist ein Buch für diejenigen, die das Leben mit einem Augenzwinkern sehen und natürlich auch für alle Fans von Andreas Rebers, denn einige Passagen seiner Programme werden einem so klarer. Jedoch auch so manch ein Nicht-Fan wird dem Buch einiges abgewinnen können. Amüsante Passagen lösen leise Stellen ab und man erhält einen sensiblen Blick auf eine ganz besondere Familie. Wobei, vielleicht ist sie auch gar nicht so besonders, wenn man sich mal genau umschaut, denn viele finden sich in den Zeilen auch wieder… „Der kleine Kaukasus“ ist nun übrigens auch als Hörbuch erschienen, eingelesen von Jaochim Kròl.

Wolfgang Herrndorf: „Tschick“ auch als Taschenbuch

Posted on 2012 03, 28 by Nina
Quelle: Rowohlt

Quelle: Rowohlt

Vor gut zwei Wochen erhielt der Autor Wolfgang Herrndorf für seinen Roman „Sand“ den Preis der Leipziger Buchmesse, wie wir bereits berichtet haben. Sein größter Erfolg war jedoch das Buch „Tschick“, das ebenfalls für diesen Preis nominiert war und mit etlichen anderen Auszeichnungen bedacht wurde. Alle, die sich das Hardcover bisher nicht leisten wollten oder konnten, kommen seit kurzem nun in den Genuss der Taschenbuch-Ausgabe.

Andrej, genannt Tschick, und Maik sind 14 und auf den ersten Blick ziemlich unterschiedlich: Tschick ist ein russischer Migrant und eigentlich ziemlich begabt, jedoch kann es vorkommen, dass er bereits am Morgen mit einer Alkoholfahne zum Unterricht in der Schule erscheint. Maik kommt hingegen aus einer wohlhabenden Familie, die jedoch total kaputt ist. Sein Vater hat eine Geliebte und seine Mutter kämpft mit der Sucht.

Eines Tages knacken die beiden ein Auto und fahren damit durch Deutschland. Dabei scheint niemand zu bemerken, dass die beiden erst 14 Jahre alt sind… In „Tschick“ zeigt Wolfgang Herrndorf wieder einmal sein Talent, mit viel Humor und Tempo durch die Geschichte zu führen. Dabei vergisst er jedoch nicht, die Charaktere einfühlsam und voller Tiefe zu beschreiben.

„On se left you see se Siegessäule“ – Tilman Birr und eine satirische Sicht auf Berlin

Posted on 2012 03, 23 by Nina

Quelle: Manhattan Verlag

Quelle: Manhattan Verlag

„Sand“ von Wolfgang Herrndorf: Preis der Leipziger Buchmesse

Posted on 2012 03, 21 by Nina

In der vergangenen Woche wurde der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen. Grund genug sich vor allem einen Preisträger einmal näher anzusehen. In der Kategorie Belletristik wurde der Roman „Sand“ von Wolfgang Herrndorf ausgezeichnet und war damit auch der Liebling der Leser, die online, wie berichtet, abstimmen konnten.

„Sand“ spielt im September 1972. Als sich im Rahmen der Olympischen Spiele in München das Drama um die Geiselnahme der israelischen Delegation abspielt, werden in einer Hippie-Kommune in Nordafrika vier Menschen ermordet. Ein etwas eigener Kommissar macht sich an die Ermittlungen und etliche Personen werden verwickelt. Zwischen die Fronten gerät ein Mann ohne Gedächtnis, der nach seiner Existenz sucht…

Es handelt sich um einen Thriller mit satirischen Anklängen, der eigentlich nicht so recht in die gängigen Genres passen will. Der Autor Wolfgang Herrndorf selbst wurde 1985 in Hamburg geboren und arbeitet unter anderem als Zeichner für das Satiremagazin „Titanic“. Sein Roman „Tschick“ entwickelte sich 2010 zu einem echten Überraschungserfolg. Der Preis der Leipziger Buchmesse ist nun ein weiterer Preis in der Sammlung des herausragenden Autors. Den Preis nahm ein Freund für ihn entgegen.


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