Archive for Januar, 2010

Joseph Nassise – Der Schattenseher

Posted on 2010 01, 12 by www.kirstenmarohn.de

derschattenseherAuf dieses Buch bin ich durch den Newsletter des PAN Verlages gestoßen, einem recht neuen Ableger des Droemer Knaur Verlages. Zu meiner Zeit gab es lediglich das Genre Fantasy, unter diesem Oberbegriff versammelte sich damals alles, was man sich unter Fantasy vorstellt, ob Magie, Märchen oder eben fantastische Abenteuer. Heutzutage muss alles seine Schublade haben, ein Begriff reicht nicht mehr aus, und so splittet sich mittlerweile das Genre Fantasy unter anderem in die sagenumwobenen Begriffe High Fantasy, Urban Fantasy, Romantic Fantasy.

Als ich letztes Jahr auf den PAN Verlag stieß, war ich neugierig, was es mit diesen neuen so abenteuerlich klingenden Begriffen auf sich hat. Ich vermute, dass diese neue (Ab-) Art, die Dinge noch einmal aufzusplitten, unter anderem durch den Erfolg der Twilight Romane ausgelöst wurde. Fantasy mit Romantik zu vermischen ist nicht gerade neu, auch gab es früher schon Fantasyromane, in denen es etwas deftiger zuging, sprich Erotik und Sex mit Gestaltwandlern, Werwölfen, Vampiren, oder der Highlander, der sich in der Gegenwart manifestiert und die Burgfräuleins mit ihren Black Berrys aufmischt, all das kann man wohl getrost als frühe Anfänge der Urban-, High-Fantasy und Romantic Fantasy zuordnen. Stephanie Meyer hat diese Genres nicht neu erfunden, aber gewiss neu belebt und aus der „verruchten Liebesroman“ Ecke herausgeholt, in der sich vor allem die deftigen Genreableger tummeln.

New Moon Parodie: unbedingt anschauen!

Posted on 2010 01, 08 by Lilly

Auf Youtube gibt es haufenweise New-Moon-Parodien. Meiner Meinung nach sind alle lieblos, schlecht (billig) gemacht, zwanghaft witzig und einfach langweilig.

Jetzt habe ich aber eine gefunden, die man sich wirklich anschauen sollte. Zum einen ist sie nicht respektlos: Die Story wird zwar witzig und übertrieben dargestellt, aber nicht so, als fände man den Film einfach nur ätzend.
Zum anderen sehen die Schauspieler den Originalen ziemlich ähnlich. Sie sind zwar nicht ganz so attraktiv, aber rein von ihren Körpern und Umrissen kaum zu unterscheiden. Das wird noch durch die Originalschauplätze, die realistischen Maske und die echten Set-Kostüme unterstrichen.

Manche Szenen sind total kreativ und liebevoll neu interpretiert, z.B. die im Wasser und andere sehen aus, wie aus dem Originalfilm herausgeschnitten – besonders die beim Kuss und die mit den Volturi.
Die Darstellerin geht wie Bella, Jacob läuft wie Jacob, Edward hat den gleichen Blick wie Edward. Wahnsinn! Wie haben die das hinbekommen?

Aber guckt selbst:



Spielt Kristen Stewart Lisbeth Salander?

Posted on 2010 01, 06 by Lilly

Ich sehe da nicht mehr durch. Ihr etwa?
In letzter Zeit haben sich die Gerüchte über eine Hollywood-Produktion von Stieg Larssons “Verblendung” überschlagen. Zunächst hieß es, dass Brad Pitt und Quentin Tarantino sich die Rechte gesichert haben sollen. Bestätigt wurde das bisher nicht.

Nun heißt es aber nur noch “Die Macher von Hollywood” seien am werkeln. Wer das sein soll, bleibt unklar.

Jenni Mills – Grab aus Stein

Posted on 2010 01, 01 by www.kirstenmarohn.de

jennimillsEin guter Schluss ist unendlich wichtig. Manchmal rettet ein guter Schluss das ganze Buch. Ein Buch mag streckenweise nicht schlüssig sein, aber wenn der Schluss stimmt, verzeiht der Leser, vergisst sogar. So ähnlich verhält es sich mit “Grab aus Stein” von Jenni Mills.

Das Buch erschien 2007 im Dumont Verlag, einem Verlag, in dem ich bisher Reise- bzw. Sachliteratur vermutet habe. Ich habe selten ein Buch mit derart vielen Rechtschreib- und Tippfehlern gelesen wie “Grab aus Stein”. Dafür gehört dem Dumont Verlag ein kräftigiger Hieb auf die Finger verpasst. Vielleicht lag es am Termindruck, eine rasche Übersetzung abzuliefern, jedenfalls beschlich mich das eine und andere Mal das Gefühl, dass einige Sätze und Formulierungen holprig zusammengefügt waren, einmal wurde ein neues Kapitel sogar an den letzten Satz gehängt, statt die obligatorische freie Seite einzufügen. Zudem kommt, dass “Grab aus Stein” – wohl mangels einer Genre Nische – falsch vermarktet wurde/wird.