Archive for November, 2009

New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde: Mein Fazit

Posted on 2009 11, 27 by Lilly

newmoon

Ich weiß, der Film hatte schon am Sonntag Vorpremiere und Mittwoch Hauptpremiere. Aber ich hatte erst Karten für Donnerstag bestellt, das war vollkommen ausreichend.
Das Kino war auch so brechend voll und die Schlangen an den Kassen kaum zu ertragen.

Was noch grausamer war, waren die Teenager. Ehrlich! Müssten die um diese Zeit nicht schon im Bett liegen? Ich weiß, ich war sicher mal genauso – genauso aufgedreht und gackernd … obwohl, nein, war ich nicht! Auf jeden Fall hat es genervt.
Eine Girly-Truppe saß genau hinter uns. Die haben für die gesamte Länge des Films nicht einmal die Schnuten gehalten. Man hörte ständig nur ein: “Oooorrr, ist der heiß. Yummy! Küss ihn doch. Ich kann nicht mehr, der ist so geil.” oder ein: “Ich würde ihn nicht von der Bettkante stoßen. Ehrlich! Und ich würde Sachen mit ihm machen, also passt mal auf…”

Wenn Autoren sich daneben benehmen

Posted on 2009 11, 23 by Lilly

In der Besprechung zu Sybille Bergs Der Mann schläft hatte ich erwähnt, dass ich im nächsten Artikel erklären wollte, warum ich glaube, dass die Protagonistin des Romans eigentlich deckungsgleich mit der Autorin ist.
Daran wäre an sich natürlich nichts schlimm, allerdings hatte ich auch erwähnt, dass ich ihre entworfene (?) Figur, nennen wir sie “die Frau”, sehr unsympathisch finde.
Grenzwertige Gedanken, ein riesiges Zentrum um sich selbst und nahezu ekelhaft zynisch.
Genau das gleiche fiel mir zu Frau Berg ein, nachdem ich sie in verschiedenen Fernsehshows gesehen habe.

Bei Harald Schmidt sagte sie: “Ich finde Schweinegrippe und Sterben sehr in Ordnung. Es hat zu viele Menschen.”
Schmidt sagte, er habe gehört sie würde sich ein Haus am See wünschen. Sie entgegnet daraufhin, dass es da natürlich darauf ankommen würde, wo es steht. Wäre das die Ukraine, hätte sie sich das schon längst leisten können. Es muss aber teuer sein. Sprich: Mit dem gemeinen Fußvolk möchte sie nicht in Kontakt kommen.

Hier könnt Ihr Euch den gesamten Auftritt ansehen:

In der Sendung von Denis Scheck hat sie sich ähnlich menschenverachtet geäußert.

Sybille Berg – Der Mann schläft

Posted on 2009 11, 17 by Lilly

In Der Mann schläft erzählt eine in die Jahre gekommene Frau mit Sozialphobie von ihrem Leben und ihrem Lebenspartner. Sie war schon immer eine stille Genossin, die eigentlich nie etwas anderes wollte, als ihre Ruhe. Aber als der Mann bei einer gemeinsamen Chinareise verschwand und nicht zurückkam, verwandelte sie sich in eine zynische und unerträgliche Frau.
Abwechselnd verflucht sie die Welt und alle, die darin leben, um sich dann von Grund auf selbst zu bemitleiden. Sie verachtet Menschen, die glücklich sind, die sich auf den richtigen Weg sehen und glaubt nur selbst die ultimative Wahrheit zu kennen.
Welche ist das? Ganz simpel: Das Leben macht keinen Sinn. Alle, die es nicht bemerken, sind bedauernswert, alle anderen sowieso.

Handlung? Oder nur Gedanken?

sybillebergEine wirkliche Handlung ist kaum vorhanden, die Spannung besteht einzig in der Frage, wohin der Mann verschwunden ist.
Das Hauptgerüst sind die Gedanken der Protagonistin: ihre Gleichgültigkeit, ihre Beobachtungen, ihre Vergangenheit, ihre Sehnsucht, ihre Hass.
Wenn man diese Reflektionen weglässt und nur die eigentlichen Elemente als Geschichte verkauft, dann merkt man erst, wie erstaunlich banal das Buch ist.

Es erinnert mich ein wenig an Bitterfotze von Maria Sveland oder Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins von Milan Kundera. Auch diese Bücher werden nur von Gedanken getragen. Der Unterschied: Im Falle von Kundera sind es unglaublich schöne und liebevolle Weltschmerzgedanken und bei Maria Sveland sind sie immerhin interessant und unterhaltsam.

Männerphlegma und Frauenbemühen

Posted on 2009 11, 12 by Lilly

“Würde man einen Mann fragen, ob er unsere Bemühungen überhaupt bemerkt, er würde abwinken. Also heißt es, ihr Phlegma macht nur uns zu schaffen. Es ist unser Problem. Es ist unser Anliegen, uns mit dem Mann auszutauschen und es warm und behaglich zu haben. Und so können wir immer nur verlieren, weil wir eine Dienstleistung anbieten, die gar nicht gefragt ist. Bei zwei Frauen in einem Haushalt ändert sich das Gewicht. Der Mann verstummt noch mehr, aber seine Energie ist nicht mehr so spürbar. Diese schwere, schlechtgelaunte Männerenergie.”

(Der Mann schläft – Seite 266)

Ja, ist denn heute schon Weihnachten?

Posted on 2009 11, 08 by Lilly

Spekulatius und Schokomänner seit Ende August im Supermarkt, das ist ja nichts Neues.
Aber auch auf Amazon wird schon Weihnachten gefeiert.

weihnachtenamazon

Richtig, es sind jetzt ja nur noch zwei Wochen bis zum Totensonntag, und dann geht es langsam wirklich los. Aber der zauberhafte Tannenbaum-Header schmückt die große Bücherseite schon seit längerem.

Was soll uns das sagen?
“Kaufe Deine Geschenke dieses Jahr schon rechtzeitig, sonst…”
Ja, was sonst? Kommen sie nicht mehr pünktlich an? Bei einem Buchversand, der sogar Overnight-Express anbietet?
Sind sämtliche Artikel vielleicht ausverkauft?


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