Die Schreibschule verändert sich

Posted on Januar 6, 2009 by Lilly

Sicher habt Ihr schon gemerkt, dass ich schon ewig keinen Artikel zum Thema „kreatives Schreiben“ mehr verfasst habe. Dabei war doch eigentlich das die Absicht dieses Blogs, das den Untertitel „Wir werden Romanautoren“ trägt.
Ich hatte die Vision von einer kleinen Community mit sich tümmelnden Nachwuchsautoren.

Ich habe nicht vor das Thema dieses Blogs in eine andere Richtung zu lenken, muss aber fairer Weise zugeben, dass das Internet mit Anlaufstellen für Schreiberlinge nur so wimmelt. Die Grundlagen, die Plot- und Charakterentwicklung, der Konflikt usw.
Das lässt sich überall nachlesen und zwar ausführlicher, als auf dieser Seite hier.

Deshalb werde ich mich zukünftig in solchen Dingen etwas zurückhalten und nur dann einen Artikel präsentieren, wenn ich das Gefühl habe, dass man darin etwas Neues lesen kann.
Stattdessen werde ich mich auf verschiedene Sachen rund um das Schreiben konzentrieren. Damit Ihr diese sofort erkennen könnt, werde ich folgende Logos in den thematisch passenden Beiträgen posten:

Kreative Schreibschule:

Das sind die üblichen Artikel, wie Ihr sie bisher kanntet. Grundlagen, wie sie vor allem bei James N. Frey zu lesen sind.

Psychologie:

Nein, ich werde hier keine Couch aufstellen und Euch therapieren. Es geht in dieser Kategorie um Schreibblockaden, das Schreibumfeld und Inspirationen

Krimis und Thriller:

Ich Glückliche habe es geschafft einen Auftrag zu bekommen und arbeite derzeit an einem richtig ausführlichen Krimiprojekt. Allerdings bin bzw. war ich ein ziemlicher Laie auf diesem Gebiet. Ich musste mir viel anlesen, recherchieren, Bücher durchblättern usw.
Das möchte ich in dieser Kategorie an Euch weiter geben: Wie schreibt man Krimis? Welche Bücher sollte man dazu gelesen haben? Woher nehme ich meine Ideen?

Cornelia Goethe Akademie:

Viele von Euch wissen, dass ich derzeit ein Fernstudium im literarischen Schreiben absolviere und sehr viele scheinen auch sehr daran interessiert zu sein. Leider darf ich inhaltlich nicht allzu viel verraten, da die Übungsmaterialien rechtlich geschützt sind. Ich werde mir aber vornehmen zukünftig immer einen kleinen Überblick zu posten.

Analyse:

Vielleicht habt Ihr schon oft den Tipp gelesen, dass Ihr, sofern Ihr wirklich gute Autoren werden wollt, viele Bücher lesen und analysieren sollt. Lesen, das ist für viele sicherlich kein Problem (sonst laufen sie meiner Meinung nach der falschen Berufung nach), aber wie soll man analysieren, wenn man sich von der Geschichte treiben lässt? Das ist leichter gesagt als getan. Dabei könnte ein analytischer Blick auf Romane so hilfreich für die eigene Szenenentwicklung sein.
Daher veröffentliche ich in diesem Bereich eigene Analysen. Es ist wichtig zu wissen, dass es sich dabei nicht um Buchrezensionen handelt, sondern um starre Inhaltsangaben, die nichts auslassen – um den Handlungsablauf und den genauen Konfliktbogen deutlich herauszuarbeiten.

Lyrik:

Das Gefühl für Wörter (die Betonung liegt auf Gefühl), kann man nicht lernen. Das Spüren und einen Grundrhythmus muss man in sich haben. Das eigentliche Dichten, den treibende „Sound“ herauszuarbeiten- das kann man lernen. Es muss nicht gut sein, aber man muss das Gefühl haben, dass da etwas in einem steckt, was man kurz, prägnant und möglichst melodisch ausdrücken will.
Dazu gebe ich Anleitungen. Allerdings wird allzu moderne Lyrik außer Acht gelassen, da ich mit dieser nichts anfangen kann.

Standartwerke:

Ich schnüffel für Euch in den bekanntesten Standartwerken für kreatives Schreiben, rezensiere sie und spreche persönliche Empfehlungen aus.

Linktipp:

Da draußen gibt es wunderbare Seiten mit wunderbaren Tipps. Foren, Anleitungen, Blogs – ich mache sie ausfindig und werde sie präsentieren.

Praktisches:

Ich gebe zu, ich selbst bin in grammatikalischen Dingen eher ein Schwächling. Rechtschreibung fand ich schon immer sehr einfach. Aber die Fälle und Adverbien und uff … ein Dschungel. Etwas an dem ich arbeiten muss. Und Arbeiten fällt mir umso leichter, wenn ich weiß, dass ich meine Ergebnisse teilen kann und auch andere sich darüber freuen.
Zusätzlich gibt es Schreibübungen, von denen ich wirklich glaube, dass sie etwas bringen. Und wenn jemand von Euch mich für kompetent genug hält, werde ich mir Eure Ergebnisse auch gern ansehen.

Keine Fikton:

Diesem Teil werde ich wahrscheinlich nicht allzu viel Aufmerksamkeit schenken. Aber ich halte Ihn dennoch für wichtig. Was ist ein guter Autor, der kein gutes Essay verfassen kann? Der nicht in der Lage ist eine bewegende Rede zu halten? Journalistische Texte zu tippen oder ein Exposé zu entwerfen?
In meinen Augen ist er unkomplett und unflexibel. Wenn man vom Schreiben leben will, dann sollte man auch bereit sein Kompromisse zu schließen und sich in verschiedenen Bereichen auszuprobieren.

Die ersten Texte folgen bald.

Auch interessant:

  1. Wie geht es mit der Schreibschule weiter?
  2. Schreibschule: Der Arbeitsplatz
  3. Schreibschule: Vorüberlegungen
  4. Schreibschule: Der Feinschliff
  5. Schreibschule: Die Charaktere

Comments

  • Eva on Januar 6th, 2009

    Gratuliere zum Krimi-Auftrag, das klingt aufregend! Die Kategorien finde ich toll, vor allem auf die Analysen bin ich sehr gespannt. Ich freu mich schon auf die ersten Texte :)

  • [...] Keine Fiktion: Was ist ein guter Autor, der kein gutes Essay verfassen kann? Der nicht in der Lage ist eine [...]

  • Matthias Morgenroth on Mai 8th, 2012

    Hallo Lilly Berry

    Dass “Standard” mit “d” am Ende geschrieben wird, habe ich in meiner Orthografie-Karriere auch erst spät gelernt. Die “Standartwerke” haben ja hoffentlich nichts mit einer Standarte zu tun.

    Gruss
    Matthias Morgenroth

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