Archive for Juli, 2008

The Tales of Beedle the Bard

Posted on 2008 07, 31 by Lilly


Vielleicht habt ihr es schon entdeckt. Amazon macht ganz ausführlich Werbung: Pünktlich zum Weihnachtgeschäft ist es soweit. “The Tales of Beedle the Bard”, das atmosphärische Kinderbuch in Rowlings Harry Potter, wird erscheinen.
Einerseits in einer todchicen Sammlerausgabe für 66,50€ (Oh, könnte ich mir das doch kaufen, ohne mich bei so viel Geld schuldig zu fühlen!), aber auch einmal in einer erschwinglichen Taschenbuchausgabe für nur 7,50€.

Die erschwingliche Ausgabe werde ich hier unter anderem in meiner Weihnachtblogparade verlosen. Worum es gehen wird, verrate ich Anfang September, damit auch genug Zeit bleibt, um ansprechende Texte zu verfassen.

Interview mit Kirsten Marohn

Posted on 2008 07, 31 by Lilly

Erst kürzlich habe ich eine Pressemitteilung einer Autorin veröffentlicht, die sich für einen anderen Weg entschieden hat. Den Weg abseits der großen Verlage ein Buch zu veröffentlichen. Kirsten Marohn ist dabei sich selbst zu verwirklichen, indem sie Abstand von geldgierigen Verlagsstimmen genommen- und ihr Leben dem Schreiben gewidmet hat.

Ich freue mich, dass sie sich für ein Interview zur Verfügung gestellt hat und ganz offen über große Veränderungen, Schreiben und auch Fehlentscheidungen plaudert:

Hallo Kirsten. Kürzlich hast du dein Buch Lappalie veröffentlicht. Worum geht es darin?
Das Buch handelt von Jasmin, einer jungen Frau, die eigentlich alles hat – einen erfolgreichen Mann, einen schönen Teilzeitjob, finanzielle Unabhängigkeit. Was keiner weiß: Jasmin wurde vor 12 Jahren von ihrem Schwiegervater vergewaltigt. Ihr Liebesleben

ist seitdem die reinste Farce. Eines Tages entdeckt sie, dass ihr Ehemann eine Affäre hat. Und dann ist da noch ihr Schwager Sven, der seit der Hochzeit in sie verliebt ist …

Hast du schon immer gern geschrieben?
Als Jugendliche habe ich Kurzgeschichten verfasst, an einen richtigen Roman habe ich mich aber – leider – erst mit Anfang 30 gewagt. Manchmal denke ich, “warum bist Du damit nicht schon viel früher angefangen?” Aber wie heißt es so schön? Gut Ding braucht Weile. Frank Schätzing hat mal gesagt, das eigentliche Aufschreiben der Ideen sei der langweilige Part am Job des Schriftstellers – dem muss ich widersprechen! Das Schreiben, das Finden der Worte, das Versinken in der Sprache, all das macht für mich das Schöne am Schreiben aus.

Würdest du sagen, dass jeder das Schreiben lernen kann, oder bedarf es dazu ein besonderes Talent?
Ich denke, wenn wirklich das Interesse für das Schreiben da ist, ist das schon die halbe Miete. Wer viel schreibt und wer vor allem viel liest, wird mit der Zeit immer besser in Stil und Ausdruck werden. Talent zum Schreiben hat in meinen Augen somit jeder. Talent zum Veröffentlichen? Nun, der Buchmarkt entscheidet heutzutage, ob ein Autor Talent hat. In meinen Augen hat jeder Talent, der mich mit einer Geschichte fesseln kann – egal, ob diese Geschichte professionell veröffentlicht wurde oder seiner Nachttischschublade entstammt.

Woher nimmst du deine Ideen für deine Geschichten? Und wie viel davon ist autobiografisch?
Meine Geschichten entstehen immer aus einem intensiven Gefühl heraus, meist aus einem negativen, beklemmenden Gefühl. Von dem her handelt es sich bei den Gefühlen, die ich in meinen Romanen beschreibe, meist um real empfundene Gefühlsebenen, was aber nicht heißt, dass ich auch das Beschriebene erlebt habe. Bei meinem aktuellen Roman “Lappalie” geht es weniger um die Vergewaltigung, als um das Gefühl des Ausgeliefert seins, das die Protagonistin empfindet. Ich denke, wir kennen alle das Gefühl der Ohnmacht und des Verlusts, wenn ein Mensch uns enttäuscht. Andererseits sehnen wir uns alle nach dem Bedürfnis, uns jemandem hingeben zu können, als Mensch angenommen zu werden, ohne uns verstellen zu müssen – das sind die Dinge, die mich umtreiben, wenn ich an einer Geschichte dran bin.


Wie sieht dein Schreiberalltag aus? Hast du feste Zeiten, an denen du dich an den Schreibtisch setzt?
Früher hatte ich da sehr starre Regeln. Von 7 bis 13 Uhr meinen Halbtagsjob. Von 14 Uhr bis 17 Uhr schreiben. Jeden Tag. Ohne Ausnahme. Egal, ob ich Lust hatte oder nicht. Ich hatte denn irrigen Glauben, ein richtiger Schriftsteller muss das. Sicherlich sind Disziplin und Fleiß wichtig, wenn man eine Geschichte irgendwann zu Ende bringen will, aber mit der Kreativität ist das so eine Sache, die lässt sich nicht einfangen und schon gar nicht herbeizwingen. So geschah es, dass mir die Lust am Schreiben verloren ging. Das geschieht schnell, wenn man ein Ziel wie das Veröffentlichen eines Buches vor Augen hat. Wichtig ist jedoch nicht das Veröffentlichen, sondern das eigentliche Schreiben. Heute schreibe ich nur noch, wenn ich wirklich Lust dazu habe, meist ist das jeden Tag der Fall, ich genieße es wieder, aber sobald ich merke, dass ich mich zu etwas zwinge, lasse ich sofort die Finger davon.

Um dich selbst zu verwirklichen und mehr Zeit mit dem Schreiben zu verbringen hast du deinen Job gekündigt. War das eine schwere Entscheidung? Wie hat deine Umwelt darauf reagiert?
Meine Umwelt hat das sicherlich nicht verstanden, aber doch akzeptiert. Ich war mir anfangs selbst nicht sicher, wie ich das Ganze umsetzen will, ich wusste nur, in diesem Job (damals war ich Sachbearbeiterin) willst Du nicht für den Rest deines Lebens bleiben. Da muss noch mehr sein, dachte ich. Sicherlich verdiene ich heute weniger als früher, aber Geld ist nicht alles. Ich habe heute viel mehr Zeit, für mich, für meinen Mann, für das Schreiben. Lebensqualität ist mit Geld nicht aufzuwiegen.

Hast du literarische Vorbilder?
Ich bewundere Stephen King, für seinen unglaublich hohen Output über die Jahre. Selbst sein schlechtestes Buch ist meiner Meinung nach noch besser als so manches der heutigen Bestsellergenerationen. Er ist ein wahrer Geschichtenerzähler. Man merkt ihm bei jeder Zeile die Leidenschaft für die Sprache an. Seine Detailfreude, die Zeit, die er sich für den Aufbau einer Geschichte nimmt, die Ruhe, die jede seiner Zeilen entspringt. Seine Werke sind genreübergreifend. Der Bestseller des Jahres zu werden, hat viel mit Glück zu tun. Über drei Jahrzehnte Bestseller abzuliefern – dafür muss man sein Handwerk schon ziemlich gut beherrschen.

Es wird gesagt Schreiben ist eine brotlose Arbeit. Wie stehst du dazu?
Ich schätze, die Mehrheit aller Autoren kann vom Schreiben nicht leben. Andererseits muss man sehen, ist es heutzutage leichter wie nie zuvor, ein Buch zu veröffentlichen. Nimm nur die ganzen Book on demand Anbieter. Im Vergleich zu früher, wo man ein Manuskript per Hand schreiben oder mit der Schreibmaschine tippen musste, kann heute jeder mit einem Internetzugang sein Buch kostenlos selber verlegen. Für 39.90 Euro sogar in den Buchhandel bringen. Es wird viel gejammert, aber eigentlich geht es dem heutigen Autor besser als je zuvor.

Wo wir gerade bei Verlagen sind. „Lappalie“ wurde beim Shaker-Media Verlag veröffentlicht, von dem du nun im Nachhinein doch enttäuscht bist. Warum?
Die Schuld trifft wohl uns beide gleichermaßen. Generell ist es mir aufgrund drastischer Kostenveränderungen beim Shaker Media Verlag nicht möglich, mein nächstes Buch oder auch nachfolgende Bücher dort zu einem erschwinglichen Preis unterzubringen. Mit 24,80 Euro (Verkaufspreis vom aktuellen Buch “Lappalie”) liege ich schon hart an der Schmerzgrenze, ein neues Buch müsste noch teurer werden, damit ich im Barsortiment gelistet bin. Ohne Listung im Barsortiment bleibt mir der Weg in die meisten Buchhandlungen versperrt, da mein Buch nur direkt über den Verlag, aber nicht über den Großhändler, eben das Barsortiment, bestellt werden kann. Diverse Buchhandlungen lehnen im Vorweg ab, wenn sie hören, dass die Option Barsortiment nicht vorhanden ist. Darüber hinaus gibt es einige Änderungen beim Shaker Media Verlag, mit denen ich nicht einverstanden bin, auf die ich aber hier nicht näher eingehen kann. Mein Buch “Lappalie” ist übergangsweise nur über meine Webseite http://www.kirstenmarohn.de erhältlich und wird ab August bzw. September über den neuen Verlag BoD gelistet sein. Durch eine bessere Preiskalkulation bin ich dann in der Lage, das Buch für 19,80 Euro anzubieten. Natürlich gibt es auch wieder die Listung bei Amazon, und ganz neu: “Lappalie” wird im Barsortiment vertreten und somit über andere Buch-Onlinehändler wie Bol.de, Buecher.de oder die Buchhandlung um die Ecke zu beziehen sein. Neben einer verbesserten Buchqualität (Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen) und einem günstigeren Verkaufspreis war es mir persönlich wichtig, einen Verlags-Partner zu finden, mit dem ich dauerhaft zusammenarbeiten kann und bei dem ich meine zukünftigen Buchprojekte gut untergebracht weiß. Ich denke, mit dem BoD Verlag habe ich die richtige Entscheidung getroffen.

Zum Abschluss- ich persönlich freue mich sehr auf dein Buch „Polarlicht“ und habe vor es unbedingt zu lesen. Wann kann man in etwa mit der Veröffentlichung rechnen?
“Polarlicht” liegt als fertiges Manuskript bereits vor, muss jedoch noch mal komplett überarbeitet werden. Momentan ist das Manuskript “Bunte Fische” vorrangig, aber ich hoffe, mit den Korrekturen zu “Polarlicht” bald beginnen zu können. Eine erste Leseprobe zu “Polarlicht” wird aber demnächst auf meiner Webseite zu finden sein.

Was für eine Überraschung

Posted on 2008 07, 30 by Lilly

Noch vor ein paar Tagen hab ich von vorablesen.de berichtet und heute habe ich schon mein erstes Leseexemplar erhalten.
Zu meiner Überraschung war es wirklich “Firmin- ein Rattenleben” von Sam Savage (einem Philosophen und Fischer und Tischler …), obwohl ich traurigerweise glaubte, dass diese Woche der norwegische Krimi verlost werden würde.


Am tollsten an diesem Buch ist seine “Used-Optik”. Der Umschlag hat den Anschein von altem, vergilbten Papier und die Seiten sind alle unterschiedlich lang und sehen dementsprechend etwas “zerfleddert” aus.

Ich muss mich jetzt beeilen mit dem Lesen, um rechtzeitig eine Rezension abgeben zu können, damit ich auch bei den weiteren Verlosungen berücksichtigt werde.
Oh happy day!

And the winner is …

Posted on 2008 07, 30 by Lilly

Lazy!
Sein Beitrag zur Blogparade hat mir am besten gefallen, weswegen ich ihn hier veröffentliche.
Zur Weihnachtsblogparade wird er unabhängig zu seiner Teilnahme einen kleinen Preis erhalten. Sicher, das Wetter lässt nicht gerade Weihnachtsstimmung aufkommen, aber du darfst dich freuen Lazy. :-)
Und wir freuen uns über deinen Artikel:


“Um das Angebot der Blog Paraden-Teilnahme von Torsten sowie Lilly nachzukommen und auch, weil ich Lesen als wirklich wichtig ansehe,


werde ich kurz mal probieren, einen Beitrag zu dem Thema Bücher zu schreiben. Was mir sicherlich recht einfach fallen wird, denn wenn es um Bücher geht bzw. Lesestoff allgemein, habe ich schon so viel durch. Es gibt gute Bücher, interessante, gute interessante, spannende oder eben nur informative, all dies und noch interessanter ist es, das ein jeder ein Buch anders empfinden kann. Vermutlich weil Bücher den Leser (sofern sie es schaffen) meist berühren.

Man taucht ab in eine Phantasiewelt, kann seine Gedanken um Themen kreisen lassen, die man sonst nicht er/aus/miterleben darf und kann – vermutlich auch nicht einmal daran denkt. Ebenso lernt man ja doch immer irgendetwas und es gibt nichts schöneres als ein Buch bzw. ein Schreiberling, der es schafft, das Interessante und Spannende mit Lehrreichem zu verpacken, das den Leser an die Seiten fesselt.

Angefangen mit dem Lesen habe ich als ich ca. 7 Jahre alt war; es geschah aus Langeweile, ich konnte nicht schlafen also schnappte ich mir ein Buch vom Bücherregal und habe dieses “Lesending” einmal ausprobiert. Seit dem Zeitpunkt wurde und bin ich süchtig danach. Eine Woche ohne ein Buch kann wirklich schrecklich sein.

Erst las ich Karl May, von Winnetou bis hin zu Kara Ben Nemsi und Rih, danach und zwischendrin Burg Schreckenstein bis Die Drei Fragezeichen. Irgendwann kamen dann die ersten Krimis, Thriller, Fantasy-Romane und am Ende ebenso Wissenschaftliche Werke und Abhandlungen von Themen, die einen eben interessieren. Manchmal bin ich enttäuscht, manchmal begeistert von Büchern, denn nicht jedes Buch schafft es, einen zu fesseln. Manch ein Plot ist eine schamlose Kopie eines anderen Buches, man ein Thema ist schon zu oft gelesen worden; aber es gibt immer wieder Bücher, die in meine Top100 einzug halten.

Lesen bildet, eine Aussage der ich nur zustimmen kann und es ist wirklich enorm schade, das die Jugend nowadays sich nur noch selten ein Buch schnappt und sogar stolz sind, wenn sie behaupten, noch nie ein Buch gelesen zu haben. Prima. Video killed the Radio Star. Multimedia killt den Rest. Nicht so ganz, vermutlich ist es auch oft nur ein großer Drang nach Faulheit oder eben, ganz unsachlich, pure Dummheit. Immerhin gibt es immer noch Jugendliche, die gerne lesen (siehe Verkaufscharts von Eragon, Harry Potter oder paar anderen Büchern), und dies macht einen dann wenigstens noch etwas froh.

Um es noch zu erwähnen, ich bin ein schrecklicher Mensch in Sachen “Lesen”. Das Problem ist, ich lese zu schnell, wenn andere eine Seite fertig haben, bin ich mit der zweiten Seite fertig, und diese Verzögerungen machen mich nervös und ungeduldig – leider auch manchmal zickig und genervt. Ein Beispiel wäre, wenn jemand mit mir eine Internetseite aufruft um sich dort etwas auszuwählen (Amazon, Amango usw.), es dauert und dauert, dabei habe ich alle angezeigten Auswahlmöglichkeiten schon aufgenommen und warte und warte.. am Ende bin ich dann voller Ungeduld und natürlich leicht genervt, was man bei mir mitbekommt. Es tut mir oft leid, aber ich bin wohl einfach einer der Menschen, denen vieles sehr schnell langweilig wird.

Genauso schlimm verhält es sich mit Büchern – reizt es mich, lese ich es, so schaffe ich ein Buch mit 500 Seiten an einem Tag, wenn ich nur will. 3 Tage wären dann der Standardablauf für so ein 500er Seiten-Lesewerk. Ich komme deshalb auch nur selten mit meinen Bücherreviews nach.. oft fehlt mir die Lust, an 1 bis 2 Tagen über 3 bis 5 Bücher ein Review bzw. Fazit zu schreiben, auch denke ich mir, es sähe manchmal ein wenig seltsam aus.

Lesen fördert den Geist, die Phantasie und formt den Charakter ein wenig mit, oder nicht?”

Auswertung der Blogparade

Posted on 2008 07, 29 by Lilly

Langsam wird es an der Zeit meine Blogparade vom 11.Juni auszuwerten, die meiner Meinung nach ein voller Erfolg war. Wow, ich hätte niemals mit so vielen interessanten Artikeln gerechnet.
Worum es ging fasst Eugen kurz zusammen:
“Zur Wahl stehen, Dan Brown ein Shootingstar der amerikanischen Unterhaltungsliteratur oder William Shakespeare, ein Virtuose seiner Sprache, ein Mann der in der Lage ist, neben dem eigentlichen Drama, eine ganze „Kulisse aus Worten“ zu schaffen.”


Gut, nicht zwischen den zwei ehrenwerten Autoren sollte entschieden werden, sondern ein entweder-oder der Lesegewohnheiten aller Blogger war gefragt.
Die Ausbeute ist erstaunlich, wenn man schaut welche Blogs sich unter anderem beteiligt haben:


Gerrit
Käthe
Read it
Katha
Seychella
Nina
Melli
Bioschokolade
Boris Stumpf
Alltagsgrauen
Sebastian
Zeitsturz
Julia

Es ist natürlich schwierig alle Antworten hier zusammenzufassen und der Mühe jedes einzelnen gerecht zu werden. Also klickt euch am besten selbst durch die verschiedenen Blogs. Es lohnt sich, was auch Eugen so sieht:
“Sie hat ihren Zweck, in jeder Hinsicht erfüllt. Durch die Parade bin ich auf einige neue Blogs, die meine Interessen teilen, gestoßen.”

“Gehört ihr noch zu der Kategorie Bücherwurm oder hat die Multimedia-Welt euch fest im Griff?”, wollte ich wissen.
“Ich finde das schließt sich gegenseitig nicht aus. Ich finde das Web 2.0 und die stärkere Nutzung des Internets wirklich gut und lese auch viel am PC, grade die Onlineauftritte von Zeitungen. Aber ein ganzes Buch würde ich nicht am PC lesen. Am tollsten ist es doch in der Bücherei sich ein Buch auszusuchen und es dann zuhause gemütlich aufzuschlagen und förmlich darin zu versinken.”, meinte man auf anhaltspunkt.wordpress.com
So ähnlich haben das die meisten gesehen. Nur einmal habe ich eine Antwort gelesen, die ich bei Bloggern, die diese Blogparade interessant finden, nicht erwartet hätte:
“Mittlerweile ist mein Lesekonsum aufgrund zunehmender Konkurrenz durch alternative Medien (Film, TV, Internet und Musik) bei gleichzeitig weitaus weniger Freizeit bedauerlicherweise stark zurückgegangen.”, sagt Martin

Die Frage nach Hardcover oder Taschenbuch wurde überall unterschiedlich beantwortet.
Auf Neon Wilderness meint man:
“Taschenbuch. Ist billiger. Außer ein Taschenbuch gefällt mir sehr gut, dann kann es auch schon vorkommen, dass ich mir das schöne Hardcover kaufe, und es ungelesen ins Regal stelle.”
Andere Blogger sahen das ganz anders- klar, die Geschmäcker sind halt verschieden.
Genauso wie einer am liebsten die Bestseller ließt, jemand anderes mehr auf Klassiker steht. Wir hatten alles dabei.
Der Betreiber von bestseller-romane.de hat die klassische Literatur erst in letzter Zeit schätzen gelernt:
“Ich muss zugeben, ich habe Dan Brown gelesen und Shakespeare gekickt, damals im Englischunterricht, als wir uns einen Sport daraus machten, uns durch den Unterricht zu mogeln, ohne die Bücher zu lesen (was erstaunlicherweise meist problemlos funktionierte). Nachdem die Schule und fiese Lehrer mir einige Jahre lang die Lust an Literatur verdorben hatten (die ich geradezu verschlungen hatte, bevor sie dann zum Unterrichtsstoff mutierte), las ich jahrelang fast nur noch Krimis und Sachbücher. Letztere hatte ich früher immer links liegengelassen und hatte jetzt etwas nachzuholen.”

Erstaunlicher Weise haben Ebooks bei den meisten keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Einerseits denke ich “verständlich”, schließlich mag ich diese “Bücherform” auch nicht. Andererseits muss es ja Menschen geben, die diese konsumieren; wie sonst sollte man all die Anbieter erklären?
Eng einhergehen tut das mit der letzten und für mich interessantesten Frage: “Seht ihr im guten, alten Schmöker eine Zukunft oder werden Bücher kommenden Generationen bald gänzlich fremd sein?”
Torsten meint dazu:
“Ich denke schon, dass es auch weiterhin Bücher in Papierform geben wird. Die wenigsten haben Lust darauf, stundenlang auf einen kleinen Monitor zu schauen und die Augen dermaßen anzustrengen. Außerdem ist es einfach ein besonderes ‘Feeling’, es sich mit einem guten Buch in einer angenehmen Atmosphäre gemütlich zu machen und in die Geschichte des Buchs einzutauchen.”
Etwas zurückhaltener drückt Eugen sich da aus:
“Ich schätze, dass der Konsum von Büchern zurückgehen wird. Wobei ich nicht glaube, dass Bücher vollkommen vom Markt verdrängt werden. Das Buch bzw. die neue Literatur wird sich dem Markt bzw. Kunden einfach anpassen. So wie die meisten Bestsellerromane es tun (Feuchtgebiete).”

Am meisten bewegt hat mich die Aussage von Pillenknick:
“So lange es Bücher gibt, wird die Welt nicht untergehen.
[…]
So lange Geschichten erzählt werden, sind die Bücher nicht tot. keine html-Ausgabe am Bildschirm kann den duft nach altem Papier, die vergilbten, leicht rauen Seiten ersetzen, kein Klick auf “weiter” kompensiert das Rauschen und Rascheln beim Blättern im Buch, kein Schließen des Browsers oder Abschalten des Ebook-Anzeigegeräts ist auch nur annähernd so sinnlich wie das satte Plopp eines zugeklappt werdenden Buches – und handschriftliche Notizen kratzen nur auf Papier und hinterlassen dauerhafte spuren”
Dem stimme ich mit leuchtenden, fast tränennassen Augen 100%ig zu  

Eine ähnlich süßen Kommentar habe ich im Sockenblog gelesen:
“Ich lese viel und gern, die ganze Zeit. In Büchern, Blogs, Comics, Foren und Zeitungen bin ich zu Hause und verschlinge alles, was mich interessiert. Angefangen hat das so im Alter von sieben als ich gelernt habe, die verschiedenen Buchstaben auseinander zu halten. Damals hat meine Mutter zusammen mit unserem Au-pair extra für mich ein Buch geschrieben, in dem nur 24 der 26 Buchstaben aus dem Alphabet vorgekommen sind – das “u” und das “z” konnte ich noch nicht. Ich habe das Buch wahnsinnig oft durchgelesen und seit dem hat mich das geschriebene Wort nicht mehr losgelassen.” 

Ich kann es nur wiederholen: Klickt euch selbst durch und schaut, was der allgemeine Blogger zum Thema Bücher und Lesen zu sagen hat. Es ist teilweise echt wunderschön, was der Einzelne schreibt.
Mein favorisierter Text wurde hier bisher noch nicht erwähnt. Wie angekündigt wird der Artikel hier vollständig und seperat veröffentlicht. Heute gegen Abend. Habt Geduld!

Die nächste Blogparade werde ich dann zur Weihnachtszeit veranstalten und kleine Weihnachtsgewinne mit ausschreiben. Ich würde mich freuen, wenn ihr wieder alle mit von der Partie seid.


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