Archive for April, 2008

Bücher sind Nahrung

Posted on 2008 04, 18 by Lilly

© Klaudia

Heute bei Tchibo

Posted on 2008 04, 17 by Lilly

… habe ich eine kleine Leselampe aufgegabelt. Süß, oder?
Ja, zugegebener Maßen etwas kitschig und auch recht unnötig. Wozu gibt es denn schließlich Nachttischlampen?
Aber für mich ist es nicht das gleiche Flair. Es macht einfach etwas mehr her, wenn man in der dunklen Nacht eingekuschelt in seinem Bett liegt und mit Hilfe von diesem Lämpchen einen Horrorthriller verschlingt. ;)

Noch diese Woche bei Tchibo erhältlich. (aber wenn ich so nachdenke findet man das gute Stück in den Weites des Internets wohl auch noch um Längen günstiger… herje, immer diese unüberlegten Spontankäufe)



www.tchibo.de

Scheibschule: Genre und Plot

Posted on 2008 04, 14 by Lilly

Womit wir uns heute beschäftigen werden ist die Frage:
Wie finde ich den Anfang, um meinen Roman schreiben zu können?
Die Antwort ist natürlich nicht einfach, da es keine festen Regeln gibt und weil jeder eine unterschiedliche Ausgangssituation hat.
Während Person A gerade einen interessanten Einfall hat, hat Person B den kompletten Verlauf schon schemenhaft skizziert; Person C jedoch nicht die leiseste Ahnung, worum es auch nur ansatzweise in seinem Buch gehen soll.
Gehen wir davon aus, dass wir alle Person C sind.
Die erste frage, die wir uns stellen müssen, ist folgende:

  • Welchem Genre soll mein Buch entsprechen?

Die Faustregel hierfür ist: das, was du am liebsten ließt, stellt höchstwahrscheinlich auch die Thematik dar, über welche du am besten schreiben könntest.
Du musst dir vorher bewusst sein, in welche Richtung du gehen möchtest. Natürlich kannst du auch bestimmte Gattungen miteinander vermischen; zu experimentelle Romane haben jedoch geringere Chancen verlegt zu werden. Das altbekannte Motto: „Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht“ gilt auch hier.
Denk dabei nur einmal an dich selbst. Wärst du nicht auch enttäuscht, wenn du dir einen schmächtigen Liebesroman kaufst, einfach zum abschalten und entspannen, und in diesem dann mit psychischen Problemen und gesellschaftskritischen Aspekten bombardiert wirst? Oder wenn du dir einen Horror-Roman besorgst, in welchem ein Familiendrama im Vordergrund steht- würdest du dich dann nicht auch verarscht fühlen?

Folgende Genres sind die bekanntesten:

  • Abenteuerroman (selbsterklärend)
  • Bildungsroman (der Held lernt und bildet sich)
  • Heimatroman (vielfältige Naturbeschreibungen, die Liebe zur Heimat)
  • Kriminalroman (Aufklärung eines Verbrechens)
  • Liebesroman (der Konflikt zwischen ihm und ihr)
  • Gesellschaftsroman (Wechselwirkung Mensch – Umgebung)
  • Entwicklungsroman (Konzentration auf Psyche des Protagonisten)
  • Science-Fiction-Roman (Handlungen in der Zukunft)
  • Fantasy- Roman (märchenhaftes)
  • Historischer Roman (vergangene Zeit steht neben der eigentlichen Handlung im Vordergrund und wird ausführlich beschrieben)

Wenn ihr damit noch keine spannende Abgrenzung für eure Geschichte finden könnt, dann googelt ein wenig weiter. Es gibt noch viele andere Bereiche- Wildwestromane, Staatsromane, Erotikromane usw.

  • Einen Plot erstellen

Ein Plot ist nichts weiter als die Handlung.
Ich empfehle hier dem guten alten Aristoteles treu zu bleiben, der behauptet, dass eine gute Erzählung einen Anfang, eine Mitte und einen Schluss haben muss.
Ja, das hört sich durchaus simpel an und wird für viele als selbstverständlich angesehen. Das ist es aber nicht. Natürlich fängt jedes Buch irgendwo an und hört auch wieder auf – aber in vielen Fällen sind die drei Teile nicht voneinander zu unterscheiden.
Manch einer springt sofort in das Geschehen, sodass der Leser gleich von Anfang an gefordert ist- wobei die Gefahr besteht, dass er das Buch lustlos zur Seite legt … während andere den Schluss ungünstig auswählen, sodass die Geschichte an einer Stelle abrupt abbricht, an welcher man nicht das Gefühl hat, dass sie fertig erzählt ist.
Kennt ihr nicht auch die Kino-Erlebnisse, bei welchen ihr die gesamte Zeit über das Gefühl hattet einen grandiosen Film zu sehen … dann kam das Ende und ihr habt nur noch gedacht: „Uh. Toll! Scheiß Film!“?
Wenn das Ende also nicht gut gewählt und eingeleitet wird, dann hinterlässt das ganze Buch einen schlechten Eindruck; egal wie gut die anderen Teile sein mögen.

Zudem meint Aristoteles, dass eine spannende Handlung einen Umschwung, die so genannte Peripetie braucht. Euren Höhepunkt könnt ihr also so gestalten, dass das eintrifft, was der Leser nicht erwartet.
Angenommen ihr schreibt ein Buch über einen glücklosen, jungen Bettler. Dieser wird am Ende natürlich sein Glück finden.
Die Liebenden, die sich die ganze Zeit gesucht haben, werden sich am Ende in den Armen halten. Die erfolgreichen Schurken bekommen das was sie verdient haben und werden geschnappt. Ein Antiheld wird zum Helden, der Unscheinbare erstrahlt im neuesten Glanz.
Wie ätzend wäre es auch, wenn Julia Roberts in Pretty Woman am Ende wieder auf dem Straßenstrich stehen würde? Oder wenn Baby in Dirty Dancing die kleine, liebe Tochter geblieben wäre … die zwar intelligent ist, aber kein bisschen Pfeffer im Arsch hat.
All die Actionfilme- wären sie wirklich interessant, wenn eine auswegslose Situation dann am Ende auch wirklich aussichtslos bleibt?
Nein!

  • Woher nehme ich die Ideen für meinen Plot?

Da gibt es verschiedene Ansätze. Vielleicht lässt du deine Figur das erleben, was du dir für dich selbst wünschst oder gewünscht hast?
Oder du hast einmal einen krassen Traum gehabt, den du bis heute nicht vergessen hast. Vielleicht inspiriert dich eine bestimmte Person auch dazu, dass du sie als Grundlage nimmst und eine Umgebung für sie entwirfst.
Es können Fetzen aus verschiedenen Büchern und Filmen sein, alte Erzählungen, bestimmtes Hörensagen – ganz egal.

Man könnte also so vorgehen:
Ich möchte einen Liebesroman schreiben. Meine Cousine hat ihren Freund im Alter von 12 Jahren kennen gelernt, hat sich auf den ersten Blick verliebt und seither um ihn gekämpft. Sie sind heute noch zusammen, verlobt und haben einen kleinen Sohn.
Das ist meine Grundlage. Davon ausgehend entwerfe ich eine grobe Zusammenfassung für meine Handlung:
Weiblicher Protagonist glaubt an Liebe ihres Lebens. Männliche Person erkennt das nicht, hat viele Freundinnen, tut ihr weh. Immer dann, wenn es für die beiden gut aussieht, wendet er sich wieder von ihr ab. Viele Tränen. Im dramatischsten Moment wendet sich das Blatt: Happy End.

Den Plot für meinen Roman habe ich mit Hilfe von Lindie entworfen. Die Zusammenfassung sieht folgender Maßen aus:
Entwicklungsroman. Junges Mädchen mit Interesse für Musik und Poesie und für die kleinen Dinge des Lebens fühlt sich von der Welt verlassen. Sie lernt einen Mann kennen, der sie schrittweise zurück ins Leben führt. Alles sieht gut aus- aber: kein Happy End.

Richtig, diese kurzen Erläuterungen verraten noch nicht viel. Aber weiter muss eure Idee noch gar nicht gehen.
Habt ihr einen solchen groben Plot entwickelt, dann verfügt ihr über eine ideale Arbeitsgrundlage für die nächsten Schritte: für die Frage, wie ihr Spannung in euer Werk einbauen könnt, wie ihr an Details feilt, wie ihr alles dafür vorbereitet um mit dem ersten Kapitel beginnen zu können.

There’s something so ugly about us human beings

Posted on 2008 04, 10 by Lilly
For some reason whenever I go outside I get infected with a sadness. Not a melancholy- a real sadness that makes me feel like I am grieving for something, or that I did something stupid yesterday… I went into the center of town to pick up a book I left behind in someone’s car and the sadness was everywhere, oozing out of the brick and ‘crete. I think it must have been the smell… there was a garbagey smell everywhere, like long-dead and rotten food. Sunday mornings are always depressing as a moon covered in beige paint. All the drunks leave behind their debris. I heard people smashing windows last night- when I went out this morning there was glass all over the pavement and all the little trees in the planter boxes pulled out and thrown around.
Why would someone want to hurt something so small, pretty and harmless as a baby tree? I just don’t understand it. There’s something so ugly about us human beings.

Tauschen statt kaufen

Posted on 2008 04, 08 by Lilly

Und noch ein grandioser Tipp von meiner Seite. Für alle, die die Buchticket-Seite noch nicht kennen … unbedingt vorbeischauen!
Das Prinzip erinnert ein wenig an den Sozialismus: eine Hand wäscht die andere, Geld zählt nicht. Du stellst Bücher online, die du gelesen hast und nicht mehr brauchst oder geschenkt bekommen hast, aber keine Lust darauf hast. Bestellt jemand eines deiner Angebote, bekommst du die gewünschte Anzahl an Tickets gutgeschrieben.
Sofern du drei Bücher anbietest, erhälst du ein Gratis-Ticket und kannst damit sofort auf Büchersuche gehen. (die meisten werden auch für jeweils ein Ticket angeboten)
Alternativ kannst du auch CDs, DVDs und Spiele zur Verfügung stellen bzw. erwerben.
Es läuft alles über ein Konto.

Der Spaß kommt dabei nicht zu kurz. Ich habe die letzte Woche 9 super tolle Bücher bestellt- und das alles hat mich nicht mehr gekostet, als ein paar unnütze Staubfänger in meinem Regal (unglaublich, dass jemand an denen interessiert ist) und das sehr günstige Verschicken mittels Büchersendung. (ab 45ct)
Besonders schön ist es, dass man auf diese Weise sehr günstig an Antiquariate kommen kann. Viele Menschen wissen leider (zum Glück für uns) nicht wirklich, was ihre kleinen Schätzchen wert sein können.


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